Medienmitteilung STS / BLV: �Augen auf beim Hundekauf�: Brosch�re warnt vor voreiligem Hundekauf Basel/Bern, 4. Februar 2016 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS / Bundesamt f�r Lebensmittelsicherheit und Veterin�rwesen BLV �AUGEN AUF BEIM HUNDEKAUF�: BROSCH�RE WARNT VOR VOREILIGEM HUNDEKAUF ================= (Lead) Eine neue Informationskampagne macht zuk�nftige Hundebesitzer darauf aufmerksam, dass ein Hundekauf kein Spontanentscheid sein darf und worauf zu achten ist, um b�se �berraschungen zu vermeiden. Den Auftakt zur Kampagne, die das Bundesamt f�r Lebensmittelsicherheit und Veterin�rwesen gemeinsam mit dem Schweizer Tierschutz STS lanciert, macht die Publikation der Brosch�re �Augen auf beim Hundekauf�. --------------------------------- (Text) Im Internet finden sich tausende verlockende Inserate, wenn es um den Kauf eines Hundes geht. Angeboten werden zumeist Welpen mit unklarer Herkunft, aber auch ehemalige Strassenhunde aus diversen L�ndern. In der Zwischenzeit kommt fast jeder zweite Hund aus dem Ausland. Dagegen ist nichts einzuwenden, soweit die Hunde aus guten Zuchten oder seri�s betriebenen Tierheimen stammen. Das Problem: Der europaweite Handel mit Hunden ist meist illegal und fast immer mit grossem Tierleid verbunden. H�ufig werden viel zu junge Welpen ohne oder mit gef�lschten Dokumenten auf Parkpl�tzen aus dem Kofferraum heraus an ihre neuen Besitzer �bergeben. Viele dieser Welpen, die meist aus Massenproduktionen mit qualvollen Bedingungen stammen und immer �fter mit falschen Altersangaben gehandelt werden, sind durch lange Reisen bereits bei der �bergabe stark geschw�cht oder sogar krank. Nicht selten enden K�ufe dieser Art mit dem fr�hzeitigen Tod des Hundes. Obwohl Tierschutzorganisationen, Medien und Beh�rden vom uns�glichen Tierleid berichten und eindringlich davor warnen, unbekannten Anbietern Hunde abzukaufen, passieren gem�ss ANIS-Statistik 2014 w�chentlich durchschnittlich 440 Hunde die Landesgrenzen, wovon mindestens ein Teil aus Welpen-Fabriken stammt. Eine neue, umfangreiche Recherche des Schweizer Tierschutz STS zeigt die kriminellen Strukturen hinter der Massenproduktion von Welpen und dem internationalen Handel mit Hunden auf. Hundekauf im Internet birgt hohe Risiken Der Kauf von Hunden mit unklarer Herkunft birgt hohe Risiken. Tollwut beispielsweise, eine auf den Menschen �bertragbare Krankheit, verl�uft ohne Behandlung f�r Mensch und Tier immer t�dlich. Andere Erkrankungen k�nnen schnell teure Behandlungen notwendig machen. Beim Import eines Hundes sind auch aus diesem Grund zwingend die Einfuhrbedingungen zu erf�llen. Dazu geh�rt ein Heimtierausweis, eine Kennzeichnung in Form eines Mikrochips und eine g�ltige Tollwutimpfung. Ausserdem muss jeder Hund beim Import am Zoll angemeldet und die Mehrwertsteuer verrichtet werden. Ein Hundekauf darf kein Spontanentscheid sein Die gesetzlichen Vorgaben in der Schweiz, die dazu beitragen, illegale Importe von Hunden einzuschr�nken, reichen alleine nicht aus, um das Problem zu l�sen. Gefordert sind insbesondere die k�nftigen Hundebesitzer. Sie k�nnen durch eine informierte und seri�se Auswahl eines Hundes bzw. eines Verk�ufers dazu beitragen, dass weniger Welpen unter tierschutzwidrigen Bedingungen produziert und Strassenhunde nicht aus reiner Gewinnsucht quer durch Europa transportiert werden. Die neue Informationskampagne ist eine gemeinsame Massnahme des BLV und des STS zur Bek�mpfung von illegalen Hundeimporten in die Schweiz. Erarbeitet wurde die Kampagne auf Empfehlung einer Arbeitsgruppe bestehend aus kantonalen Vertretern, der Oberzolldirektion, dem STS und dem BLV. Das BLV hat die Arbeitsgruppe im Nachgang auf eine Interpellation von Nationalr�tin Maya Graf im Mai 2014 eingesetzt. Neben der vorliegenden Brosch�re wurde neu eine Webseite (www.hundekauf.ch) aufgeschaltet, die viele hilfreiche Informationen f�r interessierte K�uferinnen und K�ufer beinhaltet. In den kommenden Wochen machen zudem Banner auf Online-Verkaufsplattformen mit Tierinseraten und ein Informationsstand auf der Messe �Hund� in Winterthur auf das Problem aufmerksam. �Wir sind �berzeugt, dass der illegale Hundeimport eingeschr�nkt werden kann, wenn der Bund, der STS und die Kantone weiter eng zusammenarbeiten�, zeigen sich Kaspar J�rger, Leiter der Abteilung Tierschutz beim BLV, und STS-Pr�sident Heinz Lienhard �berzeugt. Mehr Information --------------------------------- Kampagnen-Website �Augen auf beim Hundekauf�: www.hundekauf.ch STS-Report �Illegaler Hundehandel und -import f�rdern Tierleid und Kriminalit�t� online unter archiv.tierschutz.com/hunde Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Medienstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 079 357 32 04; media@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com