STS-Medienmitteilung: Tierwohl statt unfaire Billigmilch Basel, 12. Juli 2016 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS TIERWOHL STATT UNFAIRE BILLIGMILCH ================= (Lead) Das Gesch�ft mit der Milch ist ein globales geworden. Das �Naturprodukt� Milch ist - zunehmend auch in der Schweiz - ein industriell produziertes und verarbeitetes Nahrungsmittel dessen Herstellung punkto Tierschutzrelevanz der Fleischproduktion in nichts nachsteht. Der Schweizer Tierschutz STS hat die aktuelle Situation analysiert und pr�sentiert Anforderungen und Empfehlungen f�r eine tierfreundliche Milcherzeugung. --------------------------------- (Text) Mehr als 4 Milliarden (4'000'000'000) Liter Milch melken Schweizer Bauern in einem Jahr (Agrarbericht 2015). Noch nie produzierten sie so viel und noch nie verdienten sie dabei so wenig. Nach agrarpolitischen Fehlentscheiden (Aufhebung der Milchkontingentierung, Ankurbelung von K�se- und Futtermittelimporten, Subventionierung von Hochleistungs-Viehzucht) ist der einst wirtschaftlich und imagem�ssig bedeutende Betriebszweig zu einem Sanierungsfall verkommen. Milchproduktion und Tierschutz Die neu vorliegende STS-Brosch�re �Milchproduktion und Tierschutz� zeichnet ein zwiesp�ltiges Bild vom Tierschutz in hiesigen Milchviehst�llen. Zwar nahmen Weidegang, Auslauf und freie Bewegung der K�he in den vergangenen zwanzig Jahren zu und die Vorschriften der Schweizer Tierschutzgesetzgebung geben den Tieren im Vergleich zum Ausland wenigstens einen gewissen Schutz. Dennoch besteht tiersch�tzerischer Handlungsbedarf bez�glich Tierhaltung (z. B. fehlende Weiden und Ausl�ufe, verwehrtes Sozialleben, verbreitete Einzelhaltung Aufzuchtk�lber, Kuhtrainereinsatz), F�tterung, Tierzucht (einseitige Hochleistungszucht) und der Mensch-Tierbeziehung (mangelnde Pflege und Tierbeobachtung). Tierwohl hat Potential Die Auswertung einer STS-Umfrage bei Stakeholdern der Milchwirtschaft zeigt einen unerwartet breiten Konsens in der Situations- und Problemanalyse. Der hohe Stellenwert, den alle Befragten dem Schutz der Tiere beimessen, l�sst den Schluss zu: Tierwohl hat Potential im Milchmarkt. �Faire Milch� F�r mehr Tierschutz und zur wirtschaftlichen Gesundung der einheimischen Milcherzeugung schl�gt der Schweizer Tierschutz STS die Entwicklung einer Marke "Schweizer Milch - aus tierfreundlicher Haltung" vor. Die grosse Bedeutung, die Konsumentinnen und Konsumenten traditionell dem Tierschutz beimessen, k�nnte auch erfolgversprechend genutzt werden zur Lancierung von Tierwohl-Labels f�r Milch- und Milchprodukte. Der STS hat dazu Anforderungen und Empfehlungen f�r eine besonders tierfreundliche Milcherzeugung erarbeitet. Mehr Information --------------------------------- �Milchproduktion und Tierschutz� (Positionspapier, Brosch�re, Umfrageresultate) online unter archiv.tierschutz.com/nutztiere/milchproduktion Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. sc.nat. Hans-Ulrich Huber, Gesch�ftsf�hrer Fachbereich Schweizer Tierschutz STS, Telefon 052 338 10 74 Medienstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 079 357 32 04; media@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com