STS-Medienmitteilung: Importiertes Dopingfleisch Basel, 14. Februar 2016 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS IMPORTIERTES DOPINGFLEISCH ================= (Lead) Der Import von Hormonrindfleisch ist in den vergangenen Jahren massiv angestiegen. Eine aktuelle Umfrage des Schweizer Tierschutz STS deutet darauf hin, dass hormon-gedoptes Fleisch zwar im Detailhandel zunehmend verp�nt ist, von der Gastronomie aber gut nachgefragt wird. Hinter dem importierten Dopingfleisch stehen massive Tierqu�lerei und in der Schweiz verbotene Produktionsmethoden. --------------------------------- (Text) Der Einsatz von Hormonen zur Leistungssteigerung in der Tiermast ist in der Schweiz und der EU seit rund 30 Jahren verboten. Die EU erliess konsequenterweise vor Jahren auch ein Importverbot f�r Hormonfleisch, w�hrend der Schweizer Bundesrat bis heute entsprechende Eingaben ablehnte mit dem Argument der Unvertr�glichkeit mit WTO-Vorschriften, so auch in seiner Antwort auf eine entsprechende Motion von Nationalr�tin Ad�le Thorens [ 14.4217; Kein Hormonfleisch in unseren Regalen ]. Das mit hormonellen Leistungsf�rderern erzeugte Fleisch muss in der Schweiz lediglich als solches f�r den Kunden ersichtlich deklariert werden (Landwirtschaftliche Deklarationsverordnung LDV, Art. 3). Und so ist der Import von Hormonrindfleisch aus den USA, Kanada und Australien innerhalb dreier Jahre um 30% auf 1�413t (2015) gestiegen. Zur Schlachtreife gedopt Der massenweise Einsatz von Wachstumshormonen und Beta-Antagonisten in den riesigen Freiluftstallungen amerikanischer Feedlots treibt die Tiere zu extrem raschem und starkem Muskelfleischansatz, eine Leistung, die sie nat�rlicherweise nicht erbr�chten. Im Gegensatz zu einer naturnahen, artgem�ssen Rinderaufzucht werden die Masttiere in den Feedlots �berwiegend mit Getreide gef�ttert. Diese einseitige Kraftfutterdi�t ist f�r Rinder ebenso artwidrig, wie wenn der Mensch sich von Gras ern�hren m�sste. Die negativen gesundheitlichen Folgen der Fehlern�hrung sind massiv. Nebst Doping und Fehlern�hrung leiden Feedlot-Rinder oftmals auch unter extremen Witterungsbedingungen und stehen teilweise monatelang knietief in ihrem eigenen Kot. Das Kastrieren ohne Schmerzausschaltung ist ebenso erlaubt wie extrem lange Transporte zu den Schlachth�fen. Solche Mast- und Transportbedingungen sind in der Schweiz verboten. Gegen Dopingfleischimporte Der Schweizer Tierschutz STS setzt sich seit Jahren gegen Dopingfleischimporte ein. Erfreulicherweise erh�lt er dabei Unterst�tzung von Coop, Lidl, Manor und VOLG, welche Hormonrindfleisch ausgelistet haben, sowie von Aldi und SPAR, welche bis Ende 2016 ebenfalls verzichten wollen. Bemerkenswert ist auch der Entscheid des gr�ssten Personalrestaurant-Zulieferers, der SV-Group, auf Hormonrindfleisch zu verzichten und stattdessen auf einheimische Herk�nfte zu setzen. Diese vorbildlichen Unternehmensentscheide motivieren den STS, gesamtschweizerisch mittels einer Branchenvereinbarung oder eines staatlichen Verbotes tierschutzkonforme Fleischimporte durchzusetzen. Gleichzeitig fordert der STS Konsumentinnen und Konsumenten auf, diese Qualprodukte schon heute nicht mehr nachzufragen. Mehr Information --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS: Umfage �Hormon- und AML-Fleisch 2016� online unter www.essenmitherz.ch/aktuell Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial (Feedlots USA) zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Medienstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 079 357 32 04; media@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com