STS-Medienmitteilung: Tristes Dasein f�r zahlreiche Reitschulpferde Basel, 14. M�rz 2016 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS TRISTES DASEIN F�R ZAHLREICHE REITSCHULPFERDE ================= (Lead) Werden Reitschulen ihrer Vorbildfunktion in der Pferdehaltung gerecht? Der Schweizer Tierschutz STS besuchte 15 Reiterh�fe und stellte fest: W�hrend Ordnung, Sauberkeit und der Umgang mit den Pferden mehrheitlich zufriedenstellend bis gut waren, muss bei mehr als zwei Drittel aller Betriebe hinter die Qualit�t der Tierhaltung ein grosses Fragezeichen gesetzt werden. --------------------------------- (Text) Reiten lernt man am besten in einer guten Reitschule. Eine gute Reitschule zeichnet sich nicht nur durch ein angenehmes Klima f�r Reiterinnen und Reiter aus, sondern vor allem auch durch tierfreundliche Bedingungen f�r die Reitschulpferde. Dass dies oftmals nicht der Fall ist, zeigen die Resultate einer neuen Recherche des Schweizer Tierschutz STS. Bissspuren an der Stallt�re Von f�nfzehn schweizweit zuf�llig ausgew�hlten Reitbetrieben boten lediglich deren vier ihren Pferden artgem�sse Haltungsbedingungen in Auslauf-Gruppenhaltung und mit fleissigem Weidegang. Dabei w�ren ein pferdegem�sses Sozialleben und freie Bewegung, insbesondere auf Weiden, f�r die Ausgeglichenheit von Pferden extrem wichtig. Die verbreitete Einzelhaltung mit eingeschr�nktem Sozialkontakt und nur wenig freier Bewegungsm�glichkeit stellt jene Haltungsform dar, welche f�r den Reiter am schadenstr�chtigsten ist. Derart restriktiv gehaltene Pferde sind oft unausgeglichen, schreckhaft und unberechenbar, was gerade f�r Reitsch�ler ein erh�htes Gefahrenpotential darstellt. So gesehen ist es bedenklich, dass rund 70 % der besuchten Reitschulen ihre Pferde in beengten Einzelboxen halten, teilweise gar ohne angrenzenden Auslauf. Bei vielen der besuchten Reitschulen waren die sozialen Kontakte zwischen Pferden h�chstens durch die Gitterst�be in den Boxen-Trennw�nden m�glich. Wenn �berhaupt Weide angeboten wird, mussten viele Pferde alleine auf einer kleinen Fl�che grasen und dies oft nur an wenigen Tagen, teilweise gar nur an einem Tag, pro Woche. Dem Bed�rfnis nach freier Bewegung und Sozialkontakten kann so nicht nachgekommen werden. In einigen Reitschulen wurden Bissspuren an den Stallt�ren entdeckt, was klar auf Langeweile respektive Verhaltensst�rungen hinweist. Realit�t ist offenbar, dass heuzutage noch eine Mehrheit der angehenden Reiterinnen und Reiter ihr Hobby in einem Umfeld erlernen, das klar als nicht tierfreundlich bezeichnet werden muss. Verantwortung wahrnehmen Der Schweizer Tierschutz STS appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Reitschulbetriebe in der Schweiz. Reitschulen m�ssen bez�glich Pferdehaltung und Umgang mit den Tieren ihren Sch�lern Vorbild sein. Die physisch und psychisch oft h�chst anstrengende Arbeit von Schulpferden ruft geradezu nach einem m�glichst artgem�ssen, freien Leben ausserhalb der Schullektionen. Dies nicht zuletzt auch, um die Sicherheit der Reitsch�ler bestm�glich zu gew�hrleisten. F�r Eltern von pferdebegeisterten Kindern ist es wichtig, bei der Wahl der Reitschule auf eine gute Pferdehaltung und einen sorgsamen Umgang mit den Tieren zu achten. Mehr Information --------------------------------- STS-Reithof-Recherche 2015 online unter archiv.tierschutz.com/pferde/reiterhoefe Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Sandra Schaefler, Fachstelle Pferde Schweizer Tierschutz STS, Telefon 081 328 22 33 oder 079 195 79 74 STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com