STS-Medienmitteilung: R�stigraben beim Tierschutz im Zoofachhandel Basel, 22. Februar 2016 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS Zoofachhandel-Recherche 2015 R�STIGRABEN BEIM TIERSCHUTZ IM ZOOFACHHANDEL ================= (Lead) Zum zweiten Mal nach 2014 �berpr�fte der Schweizer Tierschutz STS im vergangenen Jahr unangemeldet und verdeckt eine Grosszahl Schweizer Zoofachgesch�fte. Trotz verschiedener Verbesserungen gegen�ber dem Vorjahr fanden sich weiterhin tierschutzwidrige K�fige sowie in der Anwendung verbotene, tierqu�lerische Artikel in den Sortimenten. Das in jeder Hinsicht vorbildliche Schweizer Zoofachgesch�ft suchte der STS weiterhin vergeblich. --------------------------------- (Text) Die zweite STS-Zoofachhandelsrecherche wurde schweizweit durchgef�hrt. Insgesamt fanden zwischen M�rz und September 2015 Besuche in 43 Zoohandlungen statt. Einerseits wurden Filialen dreier grosser Verkaufsketten besucht (14 Qualipet-, vier Fressnapf- und zwei Hornbach-Filialen), andererseits begutachtete der STS 23 Einzelgesch�fte. Alle besuchten Zoofachhandlungen erhielten die M�glichkeit zu einer Stellungnahme. Festgestellte gravierende Tierschutz-Verst�sse wurden zeitnah nach den Besuchen den zust�ndigen Veterin�r�mtern gemeldet. Neben den allgemein zum Verkauf angebotenen Tieren, Gehegen, Einrichtungen und Hilfsmittel sowie der Verkaufsberatung stand bei der vorliegenden Recherche der Bereich Reptilien im Zentrum. Deren Haltung erfreut sich zunehmender Beliebtheit und gilt gleichzeitig als besonders anspruchsvoll. Der R�stigraben: Romandie entt�uschte Wenig beispielhafte Zoofachhandlungen fanden sich in allen Landesteilen, allerdings ist zu bemerken: Von den 11 in der Romandie besuchten Gesch�ften fielen deren neun, drei davon im Kanton Waadt, negativ auf. STS-MitarbeiterInnen fanden zum Teil gravierend tierschutzwidrige Zust�nde und etliche eindeutige Gesetzesverst�sse vor. Einen Goldhamster (Goldhamster sind Einzelg�nger) fanden die Testpersonen tot und bereits von Artgenossen "angeknabbert" in einem winzigen, �berf�llten Terrarium. Die angebotene M�glichkeit zur Stellungnahme nutzte keines der Westschweizer Gesch�fte und gleichzeitig reagierten einzelne Veterin�r�mter wenig motiviert, den Hinweisen zu Tierschutzverst�ssen nachzugehen. Das ist umso bedauerlicher als Zoofachgesch�ften eine zentrale Rolle zukommt bei der Tierschutzqualit�t in der Heimtierhaltung. Je tierfreundlicher und vorbildlicher die Fachgesch�fte sind, desto besser wird auch die Tierhaltung ihrer Kunden sein. Verbesserungsbedarf bei Sortiment und Beratung Auch im Rahmen seiner neuerlichen Recherche entdeckte der STS in der Anwendung verbotene, irref�hrend deklarierte und/oder tierqu�lerische Artikel und auch Erziehungshilfsmittel in den Sortimenten. Ebenso fielen nicht tierschutzkonforme K�fige und Terrarien wie die "Life Box" auf, ein aus Tierschutzsicht zur Tierhaltung v�llig ungeeignetes "Beh�ltnis". Die Kundenberatung war bei rund der H�lfte der besuchten Gesch�fte unzureichend und es fehlten vielfach die beim Verkauf von Tieren gesetzlich vorgeschriebenen Informationsbl�tter. Vorbildfunktion Der STS fordert die betroffenen Zoofachhandlungen auf, tiersch�tzerische Verbesserungen vorzunehmen. Das beinhaltet - �ber die Einhaltung der Gesetzgebung hinaus - das Wahrnehmen einer Vordildfunktion gegen�ber der Kundschaft mit erstklassiger Beratung, hilfreichem Informationsmaterial und vor allem einem in jeder Hinsicht tierfreundlichen Sortiment. Unterst�tzend bietet der Schweizer Tierschutz STS den Gesch�ften eine massgeschneiderte Tierschutz-Beratung und Schulung an. Mehr Information --------------------------------- STS-Zoofachhandel-Recherche 2015 online unter archiv.tierschutz.com/heimtiere/zoofachhandel Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Sandra Schaefler, Fachstelle Heimtiere Schweizer Tierschutz STS, Telefon 081 328 22 33 oder 079 195 79 74 STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com