STS-Medienmitteilung: Von der Viehschau zur Cow-Show Basel, 27. April 2016 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS VON DER VIEHSCHAU ZUR COW-SHOW ================= (Lead) Fr�her reichten Striegel und B�rste. Mit der Amerikanisierung der Schweizer Viehzucht nimmt an Viehausstellungen hierzulande das Kuhstyling und die Pr�sentation von Hochleistungsk�hen mit Rieseneutern zu. Eine Recherche des Schweizer Tierschutz STS zeigt: Dabei wird mit tierschutzrelevanten und teilweise verbotenen Massnahmen nachgeholfen. --------------------------------- (Text) Im Kampf um die Lorbeeren an den grossen Viehschauen belegen K�he mit extrem gef�llten Eutern regelm�ssig Spitzenpl�tze. Das Nachsehen haben Viehz�chter denen das Tierwohl wichtiger ist als ein pralles Euter ihrer K�he. Die vom Schweizer Tierschutz STS in den vergangenen Monaten besuchten Viehausstellungen - Swiss Expo Lausanne, Tier & Technik St. Gallen und Expo Bulle - hinterliessen bez�glich Organisation, Durchf�hrung, Sauberkeit und Versorgung der Tiere einen guten Eindruck. Dennoch �berwiegt ein negatives Gesamtbild. Grund daf�r sind die h�ufig gesehenen, offensichtlich schmerzhaften Rieseneuter, welche nur mehr einen staksigen Gang der Tiere zulassen. Das ist ein klares Indiz f�r deutlich verl�ngerte Zwischenmelkzeiten bei vielen der pr�sentierten K�he, was in der Tierschutzverordnung explizit verboten ist. Bei einem Grossteil der K�he fanden sich denn auch verklebte Zitzen, um Milchfluss infolge der �berdehnten Euter zu unterbinden. Zudem werden die Tiere f�r ihren Auftritt auf dem Kuh-Catwalk exzessiv gestylt. Bis auf die Topline entlang dem R�cken werden sie kahlgeschoren und auch am Euter komplett rasiert. Selbst die Tasthaare am Kopf werden abgeschnitten. W�hrend der Stylingprozedur sind die Tiere stundenlang in Zwangsvorrichtungen, mit Halftern angebunden, fixiert. Show-Tiere Der STS kritisiert seit Langem das �bertriebene Zurechtmachen von Tieren an Ausstellungen. In der Konsequenz sind an Hundeausstellungen das Verwenden von Galgen zur Fixation der Tiere f�r das Styling sowie s�mtliche Hilfsmittel, die �ber das B�rsten und K�mmen hinausgehen, untersagt. Dass man heute an �Show-K�hen� das Herausputzen exzessiver und uneingeschr�nkter betreibt als es Hunde an Ausstellungen �ber sich ergehen lassen m�ssen, ist mehr als fragw�rdig und aus Sicht des Tierschutzes abzulehnen. Diese Vermenschlichung der Ausstellungsk�he an den glamour�s inszenierten Viehschauen steht im scharfen Kontrast zur realen Lebenswelt der Tiere in den St�llen und zu ihrer extremen Nutzung. Tierschutzwidrige Praktiken gef�rdert Insbesondere vor dem Hintergrund der grossz�gigen Bezuschussung des Bundes zu Handen der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Rinderz�chter (ASR) von gesamt 700'000 Franken j�hrlich, wovon alleine 170'000 Franken an die Expo Bulle ausgesch�ttet werden, fordert der Schweizer Tierschutz STS, dass die eingesetzten Gelder zur F�rderung der Tierzucht nicht in tierschutzwidrige Praktiken investiert werden, sondern auch dem Tierwohl an den Ausstellungen zu Gute kommen. Von Beh�rden und Ausstellern erwartet der STS konsequente Tierschutz-Kontrollen, ein Verbot tierschutzwidriger Praktiken und den Ausschluss fehlbarer Z�chter. Mehr Information --------------------------------- STS-Recherche �Viehausstellungen 2016� online unter archiv.tierschutz.com/nutztiere/viehausstellungen Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Medienstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 079 357 32 04; media@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com