STS-Medienmitteilung: Reptilienleder: Tierqual f�r Luxusprodukte Basel, 28. Januar 2016 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS REPTILIENLEDER: TIERQUAL F�R LUXUSPRODUKTE ================= (Lead) Nur Singapur importiert mehr Reptilienleder als die Schweiz. Verantwortlich daf�r ist zur Hauptsache die hiesige Uhrenindustrie. Gleichzeitig werden qualitativ hochwertige Schweizer Tierh�ute tonnenweise ins Ausland exportiert. Der Schweizer Tierschutz STS fordert von der Schweizer Uhren- und Luxusg�terindustrie den Verzicht auf tierqu�lerisch produzierte Reptilienleder und stattdessen die vermehrte Verarbeitung der hochwertigen Tierh�ute inl�ndischer Herkunft. --------------------------------- (Text) J�hrlich werden in S�dostasien Millionen Schlangen und Warane get�tet. 2010 dokumentierte das Schweizer Fernsehen (Rundschau) den �usserst grausamen Umgang mit den gefangenen Tieren. Etliche Firmen der Uhren- und. Luxusg�terindustrie sahen sich daraufhin gezwungen, die Verwendung von Reptilienledern aus Wildf�ngen aufzugeben und sich auf den Bezug von Ledern aus Farmen zu beschr�nken. Eine neue Recherche des Schweizer Tierschutz STS zeigt jedoch auf, dass der Umgang mit den Tieren auf Krokodil- und Schlangenfarmen um keinen Deut besser ist. Reptilienfarmen: industrielle Massentierhaltung Rund 1.5 Mio. Gegenst�nde aus US-amerikanischem Alligatorleder (z.B. Uhrenarmb�nder, ganze H�ute, Schuhe, Taschen, G�rtel, Portemonnaies) wurden innerhalb zweier Jahre (2013/14) in die Schweiz importiert, �ber 57�000 Gegenst�nde aus Kaiman, 36�000 aus Nilkrokodil, 800�000 vom Bindenwaran, 75�000 vom Netz- sowie fast 350�000 vom Tigerpython. Alle Alligator- und viele der Kaiman- und Pythonleder stammen von Farmen, wo Reptilien im Stile einer industriellen Massentierhaltung gez�chtet werden. Junge Alligatoren werden bis zum Erreichen der Schlachtreife zuhauf in enge, oftmals stockdunkle Betonbunker gesperrt und sehen ein Leben lang kein Tageslicht, w�hrend sie in einer fauligen Br�he aus Wasser, Kot und Futterresten auf ihr Ende warten. Auf asiatischen Schlangenfarmen werden Pythons ertr�nkt, mit Wasser zum Platzen gebracht oder durch Kn�ppelhiebe auf den Kopf "ruhig gestellt", ehe ihnen � nicht selten bei lebendigem Leib � die Haut abgezogen wird. Schweizer Tierh�ute von erstklassiger Qualit�t Gem�ss Aussenhandelsstatistik hat die Schweiz 2013 rund 17�000 t H�ute haupts�chlich von K�lbern, Rindern und K�hen mit einem Gesamtwert von 71 Mio. CHF zur Weiterverarbeitung exportiert, vorab nach Italien. Dort werden Schweizer Tierh�ute als qualitativ bestes Material gehandelt und zu Lederprodukten f�r den internationalen Markt verarbeitet und verschwinden so, ohne Herkunftsbezeichnung, im globalen Warenfluss. Im Inland bleibt damit ein m�gliches Marktpotential, das Schweizer Leder haben k�nnte, ungenutzt. Um aufzuzeigen, dass die Vermarktung von Schweizer Leder aus tierfreundlicher Label-Produktion machbar ist, hat der Schweizer Tierschutz STS mit der Centravo AG - dem gr�ssten H�ndler von Schweizer H�uten und Fellen - im vergangenen Jahr ein entsprechendes Pilotprojekt lanciert. Erste Felle aus diesem Projekt werden demn�chst zu kaufen sein. Mehr Information --------------------------------- STS-Report �Tierschutzprobleme bei der Gewinnung von Reptilienledern� online unter archiv.tierschutz.com/wildtiere/reptilienleder Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Sara Wehrli, Fachstelle Wildtiere Schweizer Tierschutz STS, Telefon 076 345 14 48 STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com