STS-Medienmitteilung: Tierausstellungen 2015: Viel Stress f�r Tiere Basel, 30. M�rz 2016 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS TIERAUSSTELLUNGEN 2015: VIEL STRESS F�R TIERE ================= (Lead) Zum dritten Mal besuchten und bewerteten Fachleute des Schweizer Tierschutz STS im vergangenen Jahr mehrere nationale und regionale Tierausstellungen. W�hrend einzelne Messeveranstalter in den Vorjahren ge�usserte Kritikpunkte aufnahmen und Verbesserungen zugunsten der Tiere umsetzten, besteht bei anderen Ausstellungen weiterhin klarer Tierschutz-Handlungsbedarf. --------------------------------- (Text) Besucht wurden im Laufe des Jahres 2015 dreizehn Tierausstellungen, darunter grosse Messen von nationaler Bedeutung, eine regionale Kaninchenausstellung, drei Reptilienb�rsen, zwei Hunde- und eine Katzenausstellung. Zu sehen und zu bestaunen gab es dauernd angebundene Rinder und Ziegen, tagelang in Minik�figen eingesperrte Nager, Kaninchen und V�gel, Reptilien in kleinen Plastikboxen und exzessiv und w�rdelos gestylte Hunde und Katzen. Nur an wenigen Orten wird dem interessierten Besucher eine beispielhafte, artgem�sse Tierhaltung pr�sentiert. Weder zeitgem�ss noch tiergerecht An der Tier&Technik in St.Gallen, der BEA in Bern und der OLMA St.Gallen wurden K�he w�hrend der gesamten, jeweils mehrt�tigen Ausstellungsdauer angebunden gehalten. Bei der Tier&Technik gilt dies auch f�r Ziegen und Schafe. Zeitgem�ss ist die Anbindehaltung von Nutztieren nicht. Und tiergerecht schon gar nicht. An Reptilienb�rsen werden Tiere, oftmals in viel zu kleinen und allseitig einsehbaren Beh�ltern, nicht nur ausgestellt, sie k�nnen auch erworben werden. Das verleitet zu Spontank�ufen mit ungewissem Ausgang. Rund 2400 V�gel wurden an der SwissBird in Zofingen pr�sentiert. Die Mehrheit von ihnen verbrachte die Ausstellungstage in extrem kleinen, nicht vogelkonformen K�figen und manche zeigten deutliche Anzeichen von Angst und Stress. Die Schweizerische Rammlerschau in Sempach erlebten mehr als 4200 Kaninchen in endlos langen Reihen von K�figen in Einzelhaft. Neben dem bekannten, �bertriebenen Zurechtmachen der Tiere, sowohl an Hunde- wie auch an Katzenausstellungen, wurden weiterhin Extremzuchten ausgestellt. Hunde wurden mit gesetzlich verbotenen W�rgeleinen und -halsb�ndern im Vorf�hrring herumgezerrt. Tiere w�hrend der Ausstellungstage Der Schweizer Tierschutz STS wendet sich nicht grunds�tzlich gegen Ausstellungen mit Tieren, fordert aber eine tierfreundliche Haltung, ausreichend Platz und R�ckzugsm�glichkeiten f�r die Tiere. Der STS kritisiert vehement die gesetzlichen Ausnahmeregelungen, die es den Ausstellern erlauben, Tiere w�hrend Tagen unter Bedingungen zu pr�sentieren, die die �blicherweise geltenden Mindestanforderungen der Tierschutzverordnung unterschreiten. Wo Tiere l�nger als einen Tag ausgestellt werden, sind aus Tierschutzsicht mindestens die gesetzlichen Minimalvorschriften einzuhalten. Mehr Information --------------------------------- STS-Report �Tierausstellungen 2015� online unter archiv.tierschutz.com/tierausstellungen Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Sandra Schaefler, Fachstelle Heimtiere Schweizer Tierschutz STS, Telefon 081 328 22 33 oder 079 195 79 74 STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com