STS-Medienmitteilung: Tierschutz in Revision Basel, 2. Februar 2017 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS TIERSCHUTZ IN REVISION Stellungnahme des Schweizer Tierschutz STS im Vernehmlassungsverfahren zur Aenderung verschiedener Verordnungen im Veterin�rbereich ================= (Lead) Der Schweizer Tierschutz STS begr�sst grunds�tzlich die aktuelle Revision der Tierschutzverordnung und anerkennt den Willen, zumindest Teile der Gesetzgebung dem heutigen Wissens- und Erfahrungsstand zu Tierwohl und Tiergesundheit anzupassen. Das Revisionspaket l�sst allerdings tierschutzwidrige Vorschriften unangetastet und beinhaltet teils inakzeptable Vorschl�ge. --------------------------------- (Text) Das Tierschutz-Revisionspaket 2016/2017 beinhaltet Anpassungen zugunsten der Tiere die vom Schweizer Tierschutz STS seit Langem gefordert und heute ausdr�cklich begr�sst werden: Mehr Schutz f�r Tiere an Veranstaltungen, Bet�ubungspflicht f�r Hummer, restriktivere Vorschriften im Internet-Inseratehandel mit Tieren, Tierschutzbeauftragte f�r Tierversuche, Vorgaben zum T�ten von Tieren ausserhalb von Schlachtanlagen. Von K�hen, K�lbern, Hunden und Tauben Verschiedene tierschutzwidrige Vorschriften l�sst die Verordnungsrevision nach Auffassung des STS unangetastet - so in der Nutztierhaltung (Auslauf / Anbindehaltung K�he, artwidrige Haltung Mastschweine und -rinder), im Tierversuch (Tierversuche f�r Kosmetika, belastende Versuche an Primaten) und im Bereich Wildtiere (Mitf�hren von nicht geeigneten Tieren in Zirkussen; Angeln ohne Sachkundenachweis). Andere der unterbreiteten Vorschl�ge sind aus Tierschutzsicht inakzeptabel. An Kuhausstellungen sollen sowohl Zwischenmelkzeiten von mehr als 12 Stunden wie auch das Verkleben der Zitzen der Ausstellungstiere zul�ssig sein. Das Hunde-Coupierverbot w�rde aufgeweicht. Die reine Stallhaltung von Tauben bliebe ebenso erlaubt wie die mit hohen Tierverlustraten verbundenen Taubenwettfl�ge. In der vorliegenden Revision nicht aufgegriffen werden verschiedene Vollzugsprobleme, auf die der Schweizer Tierschutz STS immer wieder und begr�ndet aufmerksam gemacht hatte. Dies betrifft u.a. �berlange K�lbertransporte, die Haltung von Nutztieren in ausserlandwirtschaftlichen Klein- und Hobbybetrieben sowie den gesamten Bereich der Extremzuchten. Nutztierschutz-Kompetenzzentrum In der Schweiz werden j�hrlich �ber 50 Millionen Tiere geschlachtet. Politik und Beh�rden sind allerdings bis heute nicht willens oder in der Lage, personelle und finanzielle Investitionen zur Verbesserung des entsprechenden Knowhows zu t�tigen. Recherchen des STS zeigen Handlungsbedarf u.a. bei der Bet�ubung von Gefl�gel und von Schweinen sowie bei der Definition tierschutzkonformer Hofschlachtungsmethoden. Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht dar�ber hinaus auch bei Haltung und Transport von Nutztieren. W�rde bei einem Konsum von 52 kg Fleisch pro Kopf und Jahr und rund 8 Millionen Einwohnern nur ein halber Rappen pro Kilogramm verzehrtes Fleisch in ein nationales Nutztierschutz-Kompetenzzentrum investiert, st�nden j�hrlich f�r praxisnahe Forschung, Entwicklung und Beratung 2 Mio Franken zur Verf�gung. Eine Idee, die der Schweizer Tierschutz STS weiterverfolgen wird.... F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. sc.nat. Hansuli Huber, Gesch�ftsf�hrer Fachbereich Schweizer Tierschutz STS, Telefon 052 338 10 74 STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com