STS-Medienmitteilung: B�hne frei f�r Tiere Basel, 20. M�rz 2017 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS Tierausstellungen 2016 und Swiss Expo Lausanne 2017 B�HNE FREI F�R TIERE ================= (Lead) Vorbildliche Tierhaltungen aber auch Extremzuchten, �berm�ssig gestylte Tiere, ausgestellte und vorgef�hrte Prestigeobjekte ihrer Besitzer, dokumentierten MitarbeiterInnen des Schweizer Tierschutz STS 2016 an 17 Ausstellungen mit Tieren. Im Januar 2017 folgte der Besuch der Swiss Expo in Lausanne. Trotz neuem Ausstellungsreglement fand sich am gr�ssten Rinderwettbewerb Europas wiederum so manche pr�mierte Tierqu�lerei. --------------------------------- (Text) Nach der Tierschutzkritik des vergangenen Jahres versprach ein neues Ausstellungsreglement der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Rinderz�chter ASR mehr Tierwohl und strengere Kontrollen an Kuhausstellungen. Als im Januar 2017 in Lausanne die Swiss Expo stattfand, war der Schweizer Tierschutz STS vor Ort. Es zeigte sich: Die neuen Regeln und Kontrollen wurden bei weitem nicht so umgesetzt, wie von Funktion�ren und Ausstellungsverantwortlichen im Vorfeld angek�ndigt. Bez�glich Euterf�llung, verl�ngerten Zwischenmelkintervallen, Zitzenverkleben, exzessivem Styling und auch im Umgang mit den Tieren bei den Pr�sentationen waren kaum Verbesserungen zu erkennen. Zahlreiche K�he wurden mit riesigen, �berf�llten und �berdehnten Eutern pr�sentiert. Beobachtet wurde wie einer Siegerkuh die Zitzen mit Sekundenkleber tropfsicher abgedichtet wurden. Diese Qu�lerei und - gem�ss neuem Reglement unerlaubte - Manipulation verhalf dem Besitzer des Tieres letztendlich zum Wettbewerbsvorteil. Die besten Regeln sind sinnlos, wenn deren Einhaltung nicht kontrolliert und Verst�sse nicht sanktioniert werden. Pr�mierte Exzesse Schlechte Haltungsbedingungen, �berm�ssiges Zurechtmachen und grobes Handling belasten nicht nur K�he an Ausstellungen. Der Schweizer Tierschutz STS besuchte im Laufe des Jahres 2016 f�nf grosse Publikumsmessen (OFFA, LUGA, BEA, Comptoir Suisse, OLMA), vier Viehausstellungen, zwei Hunde- und zwei Katzenausstellungen, eine Reptilienb�rse, eine Sing- und Ziervogel-, eine Kleintier- und eine Brieftaubenausstellung. Der STS-Report "Tierausstellungen 2016" fasst die Ergebnisse der Vorort-Recherchen auf rund 300 Seiten zusammen. Die Tierwohlbilanz ist nur zum Teil zufriedenstellend. Neben vorbildlichen Tierhaltungen fanden sich auch eine Reihe tierschutzwidriger Beispiele. Besonders problematisch wurden nebst fehlenden R�ckzugs-, Bewegungs- und Besch�ftigungsm�glichkeiten, das Ausstellen von Extremzuchten und pr�mierte Exzesse am �usseren Erscheinungsbild der Tiere beurteilt. Ausstellungsobjekt Tier Der Schweizer Tierschutz STS wendet sich nicht grunds�tzlich gegen Ausstellungen mit Tieren. Tierschauen an Publikumsmessen haben Vorbildcharakter und eine nicht zu vernachl�ssigende p�dagogische Wirkung. Es darf erwartet werden, dass den hundertausenden Besuchern eine in jeder Hinsicht tierfreundliche Haltung und ein w�rdevoller Umgang mit den Tieren pr�sentiert wird. Das nat�rliche Erscheinungsbild der Tiere, ein respektvoller Umgang mit ihnen und artgerechte Haltungsbedingungen haben im Fokus jeder Tierausstellung zu stehen. Mehr Information --------------------------------- STS-Report �Tierausstellungen 2016� und �Swiss Expo Lausanne 2017� online unter archiv.tierschutz.com/tierausstellungen Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz/albums F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. med.vet. Julika Fitzi, Schweizer Tierschutz STS Telefon 071 310 12 38 oder 079 332 02 54 ; julika.fitzi@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com