STS-Medienmitteilung: Fair Food aus dem Ausland Basel, 30. M�rz 2017 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS FAIR FOOD AUS DEM AUSLAND ================= (Lead) Die Schweiz importiert j�hrlich rund 120'000 t Fleisch, 100'000 t Milchprodukte und 700 Mio. Eier � produziert oftmals unter Tierhaltungs-, Transport- und Schlachtbedingungen, die hierzulande verboten sind. Es ist inkonsequent und sittenwidrig, das Wohlbefinden und die Gesundheit von vielen Millionen Tieren im Ausland auszublenden. Tierschutz h�rt nicht an der Grenze auf. --------------------------------- (Text) Mit Ausnahme von China erzeugen die gr�ssten Tierproduzenten, namentlich die EU, die USA, Brasilien, Argentinien und Ozeanien, riesige �bersch�sse, die sie auf dem Weltmarkt verscherbeln. Die Schweiz andererseits ist ein bedeutendes und gesuchtes Importland. Hier liegt der Selbstversorgungsgrad bei Eiern, Gefl�gel und Lamm bei nur gerade 50%, beim Rind sind es 80%. Es d�rften weit �ber 100 Mio. Tiere sein - ein Mehrfaches dessen, was auf Schweizer Bauernh�fen lebt - die f�r uns in ausl�ndischen St�llen auf allen Kontinenten stehen und geschlachtet und verarbeitet werden. Nutztierschutz im Ausland Schweizer Produktionsstandards unterscheiden sich in tiersch�tzerischer Hinsicht oft stark vom Ausland. China, die USA und S�damerika kennen keine detaillierten, konkreten Mindestvorschriften zum Tierschutz in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Auch die EU hat bislang nur zur Haltung von Legehennen, Schweinen, K�lbern und Mastpoulets verbindliche Richtlinien erlassen. �ber den Nutztierschutz im Ausland informiert die neue STS-Brosch�re �Tierschutz h�rt nicht an der Grenze auf�. Sie bezieht gesetzliche Vorschriften, Bio- und internationale Veterin�rstandards und den World Animal Protection-Index (api.worldanimalprotection.org) mit ein und schildert die Entwicklungen in den USA, in S�damerika, Afrika und Asien. Schwerpunktm�ssig geht die Recherche auf die Situation in der EU ein und beleuchtet die Unterschiede zur Schweiz hinsichtlich Tierschutzgesetzgebung und Verbreitung tierfreundlicher Haltungsformen. Hinzu kommt der Erfahrungsbericht eines STS-Expertenteams, welches im Auftrag von Importeuren und Detaillisten in den vergangenen Jahren Tierhaltung, Tiertransporte und Schlachth�fe in neun europ�ischen L�ndern begutachtet hat. Nicht wegschauen Die Schweiz muss sich der Verantwortung stellen, die das Produzieren im Ausland mit sich bringt. Entscheidungstr�gern und vielen Konsumentinnen und Konsumenten ist bewusst, wieviel Tierleid mit so manchem Importprodukt verbunden ist. Nicht von ungef�hr setzen mittlerweile einige Detaillisten auf tierschutzkonforme Importe und bessere Kundeninformation. Der Schweizer Tierschutz STS fordert die Politik auf, diese Anstrengungen der Wirtschaft zum Wohl der Tiere und f�r den Konsumentenschutz zu unterst�tzen. Eine M�glichkeit dazu bietet die vom Schweizer Tierschutz STS mitgetragene Fair-Food-Initiative.. Mehr Information --------------------------------- STS-Brosch�re �Tierschutz h�rt nicht an der Grenze auf� online unter www.essenmitherz.ch Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. sc.nat. Hansuli Huber, Gesch�ftsf�hrer Fachbereich Schweizer Tierschutz STS, Telefon 076 378 60 70 STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com