STS-Medienmitteilung: Zirkustiere zur�ck auf der Agenda Basel, 1. Juni 2018 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS ZIRKUSTIERE ZUR�CK AUF DER AGENDA ================= (Lead) Erneut wird sich das Parlament mit der Forderung nach Einschr�nkungen in der Zirkustierhaltung befassen m�ssen. Nationalr�tin Ir�ne K�lin (Gr�ne, AG) verlangt in einer Motion* vom Bundesrat �...eine Liste mit Wildtieren zu f�hren, die k�nftig nicht mehr auf Zirkustourneen mitgef�hrt werden d�rfen.� Der Schweizer Tierschutz STS unterst�tzt die Forderung nach einer Negativliste in Zirkussen verbotener Tierarten und begr�sst es, dass die Thematik so zur�ck ist auf der Agenda der eidgen�ssischen R�te. --------------------------------- (Text) Mehr als 40 L�nder - darunter viele EU-Mitgliedstaaten - schr�nken aus Tierschutzgr�nden die Haltung von Tieren in Zirkussen ein. Die Schweiz hinkt hinterher. Hierzulande d�rfen Zirkusse jede beliebige Tierart auf Tournee mitf�hren und die Tiere unter tierschutzwidrigen Bedingungen halten. Den Beh�rden sind die H�nde gebunden solange in der Tierschutzgesetzgebung ein Instrument f�r ein Verbot des Mitf�hrens ungeeigneter Tierarten im Zirkus fehlt. Gem�ss geltender Tierschutzverordnung m�ssen Gehege f�r Tiere, die regelm�ssig in einer Manege besch�ftigt werden, den gesetzlichen Mindestanforderungen nicht vollumf�nglich entsprechen, sofern die r�umlichen Verh�ltnisse eines Gastspielortes dies nicht zulassen. Um mehr als 30% d�rfen Gehege die Mindestfl�chen unterschreiten. F�r zwei Tiger bleiben da zum Beispiel nur 56 m� Aussen- und 21 m� Innengehege. Der Schweizer Tierschutz STS ist dezidiert der Meinung, dass die derzeitigen gesetzlichen Grundlagen hierzulande nicht gen�gen, um in einem Zirkus eine artgem�sse Tierhaltung zu gew�hrleisten und dass gewisse Tierarten f�r das Mitf�hren auf Tournee und die Pr�sentation in der Manege nicht mehr in Frage kommen d�rfen. Dazu geh�ren u.a. B�ren, Nash�rner, Elefanten, Flusspferde, Menschenaffen und nicht zuletzt auch Grosskatzen. Die von Nationalr�tin Ir�ne K�lin eingereichte Motion �Keine ungeeigneten Wildtiere mehr in Zirkussen� verlangt, dass der Bundesrat Grundlagen erarbeitet, wonach daf�r ungeeignete Tierarten nicht mehr von Zirkussen mitgef�hrt werden d�rfen. Die Forderung nach einer Schwarzen Liste steht im Einklang mit der Entwicklung auf europ�ischer Ebene. Die Motion stellt bewusst keine abschliessende Artenliste zur Debatte. Der STS unterst�tzt die Motion in der �berzeugung, dass sich die Qualit�t eines Zirkus nicht an der Exotik seiner Menagerie, sondern am Standard seiner Tierhaltung und an den Darbietungen seiner Artisten misst. * 18.3398 - Motion: Keine ungeeigneten Wildtiere mehr in Zirkussen https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20183398 F�r R�ckfragen --------------------------------- Medienstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 079 357 32 04; media@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com