STS-Medienmitteilung: Tiere anschauen - Tiere an Schauen Basel, 19. M�rz 2018 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS Tierausstellungen 2017 und Schweizerische Kleintierausstellung 2018 TIERE ANSCHAUEN - TIERE AN SCHAUEN ================= (Lead) Zur Schau gestellte Tiere locken regelm�ssig tausende Menschen in Messehallen und S�le im ganzen Land. Zum vierten Mal ver�ffentlicht der Schweizer Tierschutz STS einen umfassenden Report �ber seine Beobachtungen an Tierausstellungen. Neben eigentlichen �Tierhaltungs-Highlights� gibt es in Bezug auf eine tierfreundliche Haltung und den Umgang mit den Tieren weiterhin Anlass zur Kritik. --------------------------------- (Text) Im Laufe des Jahres 2017 besuchte der Schweizer Tierschutz STS f�nfzehn Tierausstellungen, darunter f�nf grosse Publikumsmessen (LUGA, BEA, HIGA, Comptoir Suisse und OLMA), drei Viehausstellungen, jeweils zwei Hunde- und Katzenausstellungen sowie eine Sing- und Ziervogelausstellung, eine Reptilienb�rse und eine Kaninchenausstellung. Das Kleintierfest Das Tierausstellungsjahr 2018 begann mit der Schweizerischen Kleintierausstellung. �ber 10'000 Kleintiere - Kaninchen, H�hner, Tauben, V�gel, Zwergziegen und Meerschweinchen - waren anfangs Januar in Freiburg ausgestellt. Der Veranstalter spricht von einem �Kleintierfest der Superlative�. Pr�sentiert wurden die Tiere gr�sstenteils in Einzelhaltung in kleinen, kargen Ausstellungsk�figen, ohne Sichtschutz, Besch�ftigungs- und R�ckzugsm�glichkeiten. Besucher konnten vielfach von allen Seiten, barrierefrei an die teils scheuen, schreckhaften �Ausstellungsobjekte� herantreten. Manche Tiere versuchten sich zu verstecken oder rannten nerv�s an den K�figseiten hin und her oder benagten exzessiv die Gitterst�be. Wer sch�n sein will, muss leiden Von der Ausstellungssituation �berforderte Kleintiere trafen STS-Fachleute auch an anderen Ausstellungen an, so Zier- und Singv�gel an der �Exposition nationale Paires� oder Kaninchen an der kantonalen Rammlerschau beider Basel. Erheblicher Verbesserungsbedarf besteht aus Tierschutzsicht an Reptilienb�rsen. Hier fehlt es u.a. an geeigneten Beh�ltnissen, artgerechten Strukturen, an Sichtschutz und einem auf die Tierart abgestimmten Raumklima. Neben fehlenden R�ckzugs-, Bewegungs- und Besch�ftigungsm�glichkeiten ist ein r�der Umgang mit den Tieren - Zerren und W�rgen an Leinen und Halsb�ndern - ebenso wie exzessives Zurechtmachen - Haare b�rsten, toupieren, aufwickeln und f�hnen - vor allem an Hunde- und Katzenausstellungen weiterhin an der Tagesordnung. Dazu kommt das Ausstellen und Pr�mieren von Extremzuchten, von ausgepr�gt kurzk�pfigen oder faltigen Hunden bis hin zu nackten Katzen. Frei fliegende V�gel Zu den Highlights 2017 z�hlten gut strukturierte und tiergerecht ausgestattete Gruppen- und Laufstallhaltungen von Schweinen, Milch- und Mutterk�hen, Schafen und Ziegen, wie sie an verschiedenen Publikumsmessen zu sehen waren. An der BEA schwirrten frei fliegende V�gel umher und es konnten Kaninchen und Meerschweinchen in vorbildlichen Gruppenhaltungen - ohne Streichelm�glichkeiten - bestaunt werden. Im Gegensatz dazu entsprechen viele H�nde, die gestresste Tiere anfassen, kleine Gehege ohne R�ckzugsm�glichkeiten und eine l�rmige Menschenmenge, die an Scheiben und Gehege klopft, nicht der Vorbildfunktion, die der Schweizer Tierschutz STS von Veranstaltern und Ausstellern fordert. Mehr Information --------------------------------- STS-Report �Tierausstellungen 2017� und �Schweizerische Kleintierausstellung 2018� online unter archiv.tierschutz.com/tierausstellungen Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz/albums F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. med.vet. Julika Fitzi, Schweizer Tierschutz STS Telefon 071 310 12 38 oder 079 332 02 54 ; julika.fitzi@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com