STS-Medienmitteilung: Das stille Leid der Fische Basel, 3. Dezember 2019 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS DAS STILLE LEID DER FISCHE ================= (Lead) Zierfische sind zahlenm�ssig die am h�ufigsten gehaltenen Heimtiere in der Schweiz. Gesch�tzte f�nf Millionen Individuen tummeln sich in Aquarien und Teichen. Die gesetzlichen Vorgaben f�r das Halten von Zierfischen sind sp�rlich und unspezifisch und den Haltern zudem oftmals unbekannt. In einer umfassenden Recherche beleuchtet der Schweizer Tierschutz STS die Zierfischhaltung in der Schweiz und zeigt tierschutzrelevante M�ngel auf. --------------------------------- (Text) Fische sind erstaunliche Wesen. Sie sind schmerzempfindlich und stressanf�llig. Sie verf�gen �ber aussergew�hnlich empfindsame Sinnesorgane und zeigen kognitive Leistungen, die ihnen kaum jemand zutrauen w�rde. Fische werden auch heute noch untersch�tzt. Ihr Leiden ist f�r den Laien nur schwer erkennbar. Der Kenntnisstand vieler Fischhalter �ber die artspezifischen Bed�rfnisse an Wasserqualit�t, Sozialstruktur und Lebensraum ist erschreckend tief - manchmal so tief, dass dem Halter nicht einmal die Artzugeh�rigkeit seiner Fische bekannt ist. �Einweg-Fische� Im mangelnden Wissen um eine artgem�sse Fischpflege liegt viel Tierleid begr�ndet. Hunderttausende Fische siechen unter miserablen Bedingungen dahin und sterben meist fr�her als sp�ter. Neue Fische sind schnell und kosteng�nstig erh�ltlich. Das vielf�ltige Angebot und die Farbenpracht mancher Arten verf�hren zudem zu Spontank�ufen. Der hohe Tierverbrauch wirkt wiederum als Katalysator eines lukrativen, internationalen Handels mit der �Lebendware� Fisch. Verliert der mit der Pflege �berforderte Halter die Freude an seinen Fischen, werden diese ebenso spontan entsorgt, wie sie einmal gekauft wurden. Es bleibt Spekulation, wieviele Fische dabei in der Natur ausgesetzt oder einfach in der Toilette weggesp�lt werden. Folgerungen und Forderungen Es besteht dringender Handlungsbedarf bez�glich der in der STS-Recherche detailliert aufgezeigten Tierschutzprobleme in der Schweizer Zierfischhaltung - sowohl beim Handel, beim Import wie bei der Haltung von Fischen. Die Forderungen des Schweizer Tierschutz STS zielen insbesondere darauf ab, das Wissen der Aquarianer zu erweitern, den Tierhandel besser zu �berwachen, das Angebot und die Kompetenz der Zoofachgesch�fte zu optimieren und umfangreichere gesetzliche Grundlagen zu schaffen sowie deren konsequenten Vollzug sicherzustellen. Mehr Information --------------------------------- STS-Recherche �Tierschutzprobleme in der Schweizer Zierfischhaltung� unter http://archiv.tierschutz.com/wildtiere/zierfische Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter https://www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. sc. nat. Samuel Furrer Gesch�ftsf�hrer Fachbereich | Fachstelle Wildtiere Schweizer Tierschutz STS Telefon 076 345 14 48, samuel.furrer@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- http://archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com