STS-Medienmitteilung: Viehausstellungen: Nichts Neues in Bulle Basel, 4. Juni 2019 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS VIEHAUSSTELLUNGEN: NICHTS NEUES IN BULLE ================= (Lead) Seit Jahren das gleiche tierschutzwidrige Bild an Viehausstellungen, zuletzt an der Expo Bulle anfangs M�rz 2019: �bervolle, schmerzhafte, hochempfindliche und extrem manipulierte Euter mit tropfdicht verklebten Zitzen. Der Schweizer Tierschutz STS ver�ffentlicht einen umfassenden Report �ber seine Beobachtungen am nationalen Holstein- und Red Holsteinwettbewerb. --------------------------------- (Text) Die Veranstalter der Expo Bulle, Holstein Switzerland und swissherdbook, schreiben (Zitat Pressedossier): �Alle Augen werden wiederum auf den nationalen Holstein- und Red Holsteinwettbewerb gerichtet sein. Mit einer Priorit�t: dem Tierwohl.� Fachleute des Schweizer Tierschutz STS hatten Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild zu machen - und wurden mehrheitlich entt�uscht. Das Leid der vorgef�hrten und pr�mierten K�he scheint im Hinblick auf die �ffentliche Auslobung der �erfolgreichen� Z�chter und Aussteller unver�ndert unbedeutend. Die Kuh im �Idealzustand� Wieder wurden an der Expo Bulle 2019 Kuhzitzen mit Collodium tropfdicht verklebt. Ebenso wenig haben sich die Praktiken beim Fitting (Zurechtmachen) ge�ndert. W�hrend die Tiere f�r das Styling im Fixierstand angebunden sind, werden durchblutungsf�rdende Salben und Emulsionen auf die glattrasierten Euter aufgetragen. Die Anstrengungen zur �berpr�fung m�glicher Euter�deme (Ultraschalluntersuchungen) reichen aus Tierschutzsicht nicht aus. Wurde �nur� ein leichtes �dem diagnostiziert, erhielten die Tiere in Bulle, trotz nachweislicher Belastung durch die �berladenen Euter, keine sofortige Entlastung und wurden weiter in den Wettkampf gezogen. Erst bei weit fortgeschrittener Belastung wurden die vorgesehenen Massnahmen f�r die betroffenen Tiere (komplettes Ausmelken) wie auch die Sanktionierung der Aussteller (Wettbewerbsausschluss) umgesetzt. Ein solches Vorgehen macht den Tierschutz zur Farce und stellt den grenzenlosen Ehrgeiz der Z�chter und Aussteller �ber das Tierwohl. Zitzenverschliessverbot Der Schweizer Tierschutz STS unterst�tzt die Forderung nach einem expliziten Zitzenverklebeverbot an Ausstellungen (Motion (18.3990) �Zitzenverschliessverbot an Viehschauen�). Zudem sind Zwischenmelkzeiten von maximal 12 Stunden festzulegen, innerhalb derer die K�he zwingend zum Melken gebracht werden m�ssen. Stress, Schmerz, L�rm, Medikamente, Klebstoffe, Sprays, Gels und Lacke geh�ren definitiv nicht ins nat�rliche Umfeld von Milchk�hen - auch nicht ausnahmsweise an Ausstellungen.. Mehr Information --------------------------------- STS-Report �Expo Bulle 2019� und mehr zum Thema unter archiv.tierschutz.com/viehausstellungen Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. med.vet. Julika Fitzi-Rathgen, Schweizer Tierschutz STS Telefon 071 310 12 38 oder 079 332 02 54 ; julika.fitzi@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com