STS-Medienmitteilung: Tierschutzstatistik: Viel zu tun Basel, 15. August 2019 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS TIERSCHUTZSTATISTIK: VIEL ZU TUN ================= (Lead) Haustierhaltung ist in der Schweiz weiterhin weitherum beliebt. So erstaunt es nicht dass die Tierschutzstatistik 2018 erneut rund 19'000 Tiere ausweist, die in Tierheimen und Auffangstationen von 66 Sektionen des Schweizer Tierschutz STS Unterschlupf und Betreuung fanden. Ann�hernd zwei Drittel der Tierheim-Tiere konnten im vergangenen Jahr in ein neues Zuhause vermittelt werden. --------------------------------- (Text) In 43 Prozent der Schweizer Haushalte lebt mindestens ein Haustier*. Das sind rund 1.6 Mio Katzen, 505'000 Hunde, ann�hernd ebenso viele Nager und Kaninchen, 370'000 Reptilien und mehr als 3 Mio Aquarienfische. Mit 19.5 Katzen pro 100 Einwohner nimmt die Schweiz in Europa einen Spitzenplatz in Sachen Katzenhaltung ein. Das hat eine Kehrseite: Mit mehr als 10'000 Individuen sind Katzen auch 2018 mit Abstand die h�ufigsten Tierheim-Tiere. Hunde und Katzen Erstmals seit mehreren Jahren ist die Zahl aufgenommener Hunde leicht angestiegen. Dabei f�llt auf, dass es sich bei 18 Prozent der Hunde um beschlagnahmte Tiere handelt. Der prozentuale Anteil beschlagnahmter Hunde liegt weit �ber dem entsprechenden Wert der �brigen Tierarten: Rund sechs Prozent aller aufgenommenen Tiere kamen im vergangenen Jahr aus Beschlagnahmungen. Das sind 20 Prozent mehr als 2017, was auf ein h�rteres Durchgreifen der Veterin�rbeh�rden hindeutet. Anders als bei den Hunden ist die Zahl der Katzen in den Tierheimen im Vorjahresvergleich etwas zur�ckgegangen (minus sechs Prozent). Dieser R�ckgang betrifft allerdings vor allem die Verzichttiere und liegt bei den Findelkatzen bei nur einem Prozent. Nicht einmal ein F�nftel der insgesamt �ber 6'100 Findelkatzen konnte an ihre urspr�nglichen Besitzer zur�ckgegeben werden. Das zeigt, dass weiterhin ein nur geringer Teil der Katzen gechippt und registriert ist. Spezialfall Reptilien Neben Schildkr�ten sind es zunehmend exotische Reptilien, wie Schlangen und Echsen, die - un�berlegt angeschafft - von �berforderten Haltern bald in ein Tierheim abgeschoben oder ausgesetzt werden. Beh�rden und Tierschutz sehen sich konfrontiert mit illegal importierten Tieren sowie der mangelhaften oder gesetzeswidrigen Haltung von Tieren, deren Aufnahme, Pflege und Vermittlung besonderes Fachwissen erfordert. Gleichzeitig fehlen bislang spezialisierte Auffangstationen. Der Schweizer Tierschutz STS plant deshalb mehrere Schutzorte, die in der Lage sind, exotische Reptilien aufzunehmen und zu pflegen, bis sie in seri�se Haltungen platziert werden k�nnen. Eine erste solche Auffangstation wird seit April dieses Jahres vom Tierschutzverein Kreuzlingen betrieben. * Quelle: Verband f�r Heimtiernahrung, Statistik Heimtierpopulation 2018 Mehr Information --------------------------------- Tierschutzstatistik 2018 (Zahlen, Fakten, regionale Auswertungen) online unter archiv.tierschutz.com/aktuell/statistik2018 Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz/ F�r R�ckfragen --------------------------------- Medienstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 079 357 32 04, media@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com