STS-Medienmitteilung: Stierkampf: Tortur, nicht Kultur Basel, 22. August 2019 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS STIERKAMPF: TORTUR, NICHT KULTUR ================= (Lead) Am 9. August hat auf der Plaza de Toros in Palma de Mallorca die erste Corrida seit rund zwei Jahren stattgefunden. Das blutige Spektakel Stierkampf ist damit zur�ck auf der auch bei Schweizer Touristen beliebten Ferieninsel. In einem Schreiben ruft der Schweizer Tierschutz STS Reiseanbieter eindringlich zum Boykott von Stierkampfveranstaltungen auf. --------------------------------- (Text) Toreros d�rfen auf Mallorca - wie in anderen Regionen Spaniens - wieder Stiere in der Arena t�ten. Ende 2018 hatte das spanische Verfassungsgericht ein vom Regionalparlament der Balearen verh�ngtes Verletzungs- und T�tungsverbot aufgehoben. In Spanien, wo die �Corrida de Toros� als Kulturgut gilt, lassen beim Stierkampf jedes Jahr etwa 30.000 Stiere ihr Leben. Tierqu�lerei Tierqu�lerisch ist nicht nur das T�ten des Stieres am Schluss des Kampfes mit Degenst�ssen ins Herz - oft ersticken die Tiere am eigenen Blut und der Tod tritt erst nach bis zu zwanzig Minuten ein - tierqu�lerisch sind auch die Misshandlungen vor dem Kampf: Um die Tiere zu reizen werden ihnen die Hornspitzen abgeschliffen, Vaseline in die Augen gerieben, Watte in die Nase gestopft oder die Geschlechtsteile maltr�tiert. W�hrend dem Kampf werden dem Stier Banderillas - kurze, mit Widerhaken versetzte Speere - in den Nacken und R�cken getrieben. Das gequ�lte Tier wird damit noch weiter geschw�cht, es verliert seine Bewegungsf�higkeit, kann so dem finalen Degenstoss des Matadors nicht entkommen. Tierschutzforderungen Der Schweizer Tierschutz STS ruft die Schweizer Reiseunternehmungen zum Boykott von Stierk�mpfen auf. Der STS fordert, keine Aktivit�ten anzubieten, die im Zusammenhang mit Stierk�mpfen stehen (inkl. Organisation und Verkauf von Tickets). Dies gilt f�r alle Regionen Spaniens, wo Stiere ritualisiert get�tet werden. Zudem erwartet der STS von den Reiseanbietern, sich klar von den blutigen Spektakeln zu distanzieren, in ihren Reisedokumentationen darauf hinzuweisen und Kunden darauf aufmerksam zu machen, nicht an Corridas teilzunehmen und keine damit in Zusammenhang stehenden Souvenirs zu kaufen. Tierschutz h�rt nicht an der Grenze bzw. nicht in den Ferien auf. Der Schweizer Tierschutz STS betrachtet es als tierverachtend und unw�rdig f�r die Schweiz und ebenso Image sch�digend f�r die Reisebranche, wenn die einzelnen Akteure nicht aktiv und wirksam gegen die Vermarktung des Stierkampfes vorgehen. Mehr Information --------------------------------- STS-Merkblatt �Tierschutz in den Ferien� zum Download unter http://archiv.tierschutz.com/aktuell/corrida.html Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter https://www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. sc. nat. Samuel Furrer Leiter Fachbereich und Fachstelle Wildtiere Schweizer Tierschutz STS Telefon 076 345 14 48, samuel.furrer@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com