STS-Medienmitteilung: Auf der Strecke geblieben Basel, 23. Januar 2019 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS AUF DER STRECKE GEBLIEBEN ================= (Lead) Die Schar der Schweizer Brieftaubenfreunde mag klein sein, die Zahl der Tauben, die bei Wettfl�gen zum Einsatz kommen, geht in die Tausende. Bis zu 50% der Tiere bleiben dabei auf der Strecke. Der Schweizer Tierschutz STS hat im vergangenen Jahr wiederum die Wettflugsaison der Brieftauben kritisch begleitet. In einem neu ver�ffentlichten Bericht fordert der STS dringlich beh�rdliche Massnahmen zur Verminderung der Tierverluste. --------------------------------- (Text) Die im Laufe der Brieftauben-Wettflugsaison 2018 durch den Schweizer Tierschutz STS dokumentierten Tierverluste best�tigen die Beobachtungen fr�herer Jahre: Am letzten Wettflugtag haben durchschnittlich kaum noch die H�lfte der urspr�nglich in die Saison gestarteten Tauben an den Rennen teilgenommen. Es ist davon auszugehen, dass ein Grossteil der Renntauben in der rund dreimonatigen Wettflugsaison in den Tod geschickt werden. Das ist aus Tierschutzsicht inakzeptabel. Und es ist gesetzeswidrig. Wer seine Tauben als �Sportger�te� zu solchen Wettfl�gen n�tigt, nimmt in Kauf, dass ein Teil seiner Tiere qualvoll stirbt oder verloren geht und erf�llt damit den Tatbestand der vors�tzlichen Tierqu�lerei gem�ss Art. 26 Tierschutzgesetz. Taubenfreunde? Halter von Brieftauben bezeichnen sich selber als Taubenfreunde. Die Leistungen seiner Tauben in Wettfl�gen bringen dem Halter Anerkennung und Auszeichnungen und beim Verkauf erfolgreicher Tauben zur Zucht einen finanziellen Gewinn. Die Rechnung bezahlen die Tiere. Die hohen Tierverluste bei Wettfl�gen werden von den Taubenhaltern bestritten. Das Registrieren und Beringen aller Renntauben und das F�hren von Bestandeslisten durch die Tierhalter, w�ren ein erster Schritt zu mehr Transparenz. F�r den STS unabdingbar ist dabei, dass die Auswertung einer solchen Selbstkontrolle der Taubenhalter von unabh�ngiger Stelle zu erfolgen hat. Darauf basierend haben anschliessend die Beh�rden erforderliche Massnahmen im Interesse des Tierwohles zu definieren, zu kontrollieren und durchzusetzen. Wird bis 2021 keine Verbesserung der Situation erreicht, wird der Schweizer Tierschutz STS mit allen Mitteln f�r ein Verbot von Taubenwettfl�gen k�mpfen. Bev�lkerung akzeptiert Tierverluste nicht Brieftaubensport gilt als traditionelles, wenn auch etwas antiquiertes Hobby. Die Oeffentlichkeit erf�hrt wenig �ber den Taubenrennsport und das damit verbundene Tierleid. Gleichzeitig haben Tauben nicht den besten Ruf. Als Strassentauben gelten sie vielen als l�stige Plage, die es einzud�mmen, wenn nicht auszurotten gilt. Befragt man aber die Bev�lkerung - wie es das Forschungsinstitut DemoSCOPE im Auftrag des STS getan hat* - zu den hohen Tierverlusten im Brieftaubensport, dann fliegen den V�geln die Sympathien in hohem Masse zu: Eine grosse Mehrheit der Befragten erachtet Taubenrennen als mehr oder weniger unsinnig, bef�rwortet Einschr�nkungen zum Schutz der Tiere und 58% sprechen sich f�r ein Verbot der Wettfl�ge aus. * Umfrage vom Oktober 2018, durchgef�hrt vom Marktforschungsinstitut DemoSCOPE im Auftrag des Schweizer Tierschutz STS; 1054 Befragte in der gesamten Schweiz Mehr Information --------------------------------- STS-Report �Fragw�rdiger Brieftaubensport. Eine �bersicht �ber die Wettflugsaison 2018� online unter archiv.tierschutz.com/aktuell/brieftauben Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial (Symbolbilder) zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. sc. nat. Samuel Furrer, Fachstelle Wildtiere Schweizer Tierschutz STS Telefon 076 345 14 48, samuel.furrer@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com