Medienmitteilung: Fair-Food-Initiative - ein Jahr danach Basel, 23. September 2019 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS FAIR-FOOD-INITIATIVE - EIN JAHR DANACH ================= (Lead) Der Schweizer Tierschutz STS hat ein Jahr nach der Fair-Food-Abstimmung �berpr�ft, ob die Initiativgegner ihre damaligen Versprechen eingehalten haben. Das Fazit ist so skandal�s wie es mancherorts im Ausland die Zust�nde in der Lebensmittelproduktion sind. Sowohl die Wirtschaft wie auch die Politik blieben weitgehend unt�tig und entziehen sich der Verantwortung, die das Produzieren im Ausland mit sich bringt. --------------------------------- (Text) Wer eine Vorlage mit Versprechungen zu mehr tierschutzkonformen Importen und mehr Engagement f�r das Tierwohl im Ausland bek�mpft, muss seinen Worten Taten folgen lassen oder muss es sich gefallen lassen, an seinen (Un-)taten gemessen zu werden. Bei der Durchsetzung von Tierschutz mit vergleichbarem Standard und dem Verzicht auf Tierdoping in den ausl�ndischen St�llen sind Importeure und Handel nicht auf Kurs. Das zeigen die ern�chternden Resultate von Befragungen des Schweizer Tierschutz STS bei den gr�sseren Detaillisten, Importeuren und Akteuren im Gastrokanal. Import von Tierqualprodukten Rund die H�lfte des gesamten Importfleisches - bei den Milchprodukten ist der Anteil noch h�her - stammte im Jahr nach Fair-Food von Tieren deren Haltungsbedingungen Schweizer Tierschutzstandards in keinster Weise entsprechen. In grossen Mengen importiert wird weiterhin Fleisch von hormon-gedopten Rindern und Gefl�gelfleisch aus Tierfabriken, in denen Mastpoulets in drangvoller Enge zusammengepfercht sind. Schweinefleisch von Tieren, die ohne Schmerzausschaltung kastriert und unter misslichsten Bedingungen gem�stet werden, wird dem Schweizer Konsumenten ebenso billig angeboten wie Kaninchen-, Pferde- und Lammfleisch aus L�ndern, in denen praktisch keine spezifischen Tierschutzrichtlinien bestehen. Schlechte Noten f�r die Landesregierung �Nat�rlich ist es nicht egal, wie produziert wird.�, so Bundesrat Alain Berset im Vorfeld der Abstimmung, man habe aber mit dem Bundesbeschluss �ber die Ern�hrungssicherheit bereits genug M�glichkeiten, Verbesserungen anzupacken und die Einfuhr nachhaltig produzierter Nahrungsmittel zu beg�nstigen. Obwohl der Landesregierung also durchaus bewusst war und ist, wieviel Tierleid mit so manchem Importprodukt verbunden ist, sind alle politischen Vorst�sse zu diesem Thema seither abgelehnt oder mit Hinweis auf ausstehende Studien verz�gert worden. Im Freihandelsabkommen mit dem Mercosur wird der Tierschutz praktisch ausgeklammert. Der Bundesrat nimmt damit billigend in Kauf, dass in Zukunft noch mehr Importe in die Schweiz gelangen, die unserem Niveau bei Tier-, Umwelt-, Natur- und Konsumentenschutz nicht entsprechen. Unver�ndert aktuelle Tierschutz-Forderungen Der Schweizer Tierschutz STS fordert �Gleichwertigkeit� beim Import tierischer Lebensmittel. Das heisst, an Importe sind hinsichtlich Tierwohl dieselben Anspr�che zu stellen wie an die inl�ndischen Produkte. Produkte aus tierqu�lerischer Billigproduktion sind klar zu deklarieren. Von den Marktakteuren - Handel, Importeure und Gastronomie - verlangt der STS, den vor einem Jahr versprochenen Umstellungsprozess hin zu tierschutzkonformen Importen nun konsequent und rasch voranzutreiben.. Mehr Information --------------------------------- Hintergrundinformationen und Dossier �Fair-Food-Initiative - ein Jahr danach� online unter http://archiv.tierschutz.com/aktuell/fairfood2019 F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. Stefan Fl�ckiger, Gesch�ftsf�hrer Agrarpolitik Schweizer Tierschutz STS Telefon 079 621 29 84, stefan.flueckiger@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com