STS-Medienmitteilung: Freihandelsabkommen Schweiz - Mercosur Basel, 24. August 2019 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS FREIHANDELSABKOMMEN SCHWEIZ - MERCOSUR Stellungnahme des Schweizer Tierschutz STS zum Freihandelsabkommen der Schweiz mit den Mercosur-Staaten ================= Das Mercosur-Abkommen wird die Handelsschranken zwischen der Schweiz und den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) abbauen. Der Schweizer Tierschutz STS wendet sich nicht per se gegen Freihandelsabkommen, wird allerdings die nun geschlossene �bereinkunft mit dem Mercosur kritisch analysieren bez�glich seiner Forderungen bei Tier-, Umwelt- und Konsumentenschutz. Der STS fordert die Beibehaltung der bisherigen Importkontingente, insbesondere beim Fleisch, Produktionsstandards gem�ss Schweizer Tierschutzgesetz, strenge Fleisch-Hygienekontrollen an der Schweizer Grenze sowie Massnahmen zur Verbesserung der Deklaration. Mit dem Mercosur-Abkommen werden tierschutzwidrige und tierqu�lerische Importprodukte auf den Markt kommen, welche bei Weitem nicht dem Niveau der Inlandprodukte entsprechen. F�r die KonsumentInnen wird es ohne eine klare, konsequente Deklarationspflicht, kaum m�glich sein, sich hinsichtlich Tierschutz und der Produktionsmethoden zu informieren. Die Schweiz importierte im Jahr 2018 etwas �ber 21'000 Tonnen Fleisch aus den Mercosur-Staaten. Von den 3'700 Tonnen Rindfleisch kommt der Grossteil aus Paraguay und Uruguay. Von den �ber 16'000 Tonnen Gefl�gelimporten stammen praktisch 100% aus Brasilien, dem weltweit zweitgr�ssten Produzenten von H�hnerfleisch, mit Produktionsbedingungen, die unseren Vorstellungen von Tierschutz komplett widersprechen. Die Problematik in der Rinderhaltung liegt u.a. bei der Feedlot-Haltung. Diese praktisch bodenunabh�ngige, umwelt- und tiersch�tzerisch h�chst problematische Tierhaltung wird mit der wachsenden Fleischproduktion stark gef�rdert. Hinzu kommt der verbreitete, in der Schweiz verbotene Einsatz von Hormonen und von F�tterungsantibiotika zur Leistungsf�rderung in der Tiermast. Ferner macht der Schweizer Tierschutz STS auch auf die mit der Nutztierhaltung zusammenh�ngende Abholzungsproblematik aufmerksam. Flora und Fauna sind gef�hrdet, Wildtiere verlieren ihren Lebensraum. Eine vom SECO in Auftrag gegebene Nachhaltigkeitsstudie wird erst im Dezember 2019 erwartet. Gem�ss ersten Informationen werden darin aber keine konkreten und verbindlichen Kriterien im Bereich Tierschutz zu finden sein.. Mehr Information --------------------------------- STS-Brosch�re �Freihandelsabkommen Schweiz - Mercosur: Bewertung aus Sicht des Tierschutzes� online unter archiv.tierschutz.com/aktuell/mercosur.html Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial (Symbolbild) zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. Stefan Fl�ckiger Gesch�ftsf�hrer Agrarpolitik Schweizer Tierschutz STS Telefon 079 621 29 84; stefan.flueckiger@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com