STS-Medienmitteilung: Geputzt, gestriegelt, ausgestellt Basel, 28. M�rz 2019 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS Tier- und Viehausstellungen 2018 GEPUTZT, GESTRIEGELT, AUSGESTELLT ================= (Lead) Zum f�nften Mal in Folge ver�ffentlicht der Schweizer Tierschutz STS einen umfassenden Bericht zu Tierausstellungen in der Schweiz. Neben Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr, neben guter Tierhaltungen und tierfreundlicher Vorf�hrungen, gibt es weiterhin und mancherorts Anlass zu Kritik und Nachholbedarf in Sachen Tierwohl. --------------------------------- (Text) Jedes Jahr zieht es mehrere hunderttausend Besucher an regionale, nationale und internationale Tierausstellungen. Der Schweizer Tierschutz STS besuchte 2018 insgesamt deren f�nfzehn: die vier gr�ssten Publikumsmessen (BEA, LUGA, Comptoir Suisse, OLMA), drei Viehausstellungen (Swiss Expo Lausanne, Tier&Technik St.Gallen, Expo Bulle), zwei Hunde- und zwei Katzenaustellungen, eine Kleintierausstellung, zwei Reptilien- und eine Zierfischb�rse. Festzuhalten ist: Die Kritikpunkte fr�herer Tierschutz-Recherchen wurden vielerorts aufgenommen und es wurden Massnahmen zur Verbesserung des Tierwohls an Ausstellungen umgesetzt. Uneinsichtig und kritikresistent zeigten sich allerdings Extremz�chter an Viehausstellungen, wie auch an Hunde- und Katzenausstellungen. F�r die Einhaltung der Tierschutzbestimmungen und f�r das Wohl der Ausstellungstiere fordert der STS genaues Hinsehen und konsequentes Durchgreifen seitens Veranstalter und Beh�rden. Und die Vorliebe von Preisrichtern f�r das hervorstechend Extreme f�rdert Tierleid und muss ein Ende haben. Schaulaufen f�r Mensch und Tier �Wer sch�n sein will, muss leiden� - das gilt an Ausstellungen nach wie vor f�r viele Rassekatzen und - hunde. Hier bot sich Besuchern mehr oder weniger das gewohnte Bild: Hochzerren und W�rgen an Leinen und Halsb�ndern, teils enge Platzverh�ltnisse und zahlreiche durch extreme Zuchtmerkmale belastete Tiere. Unter den Pr�mierten sind ausgepr�gt kurzk�pfige Tiere, Tiere mit vielen Falten, fehlender oder kurzer Rute sowie Nacktformen. An den besuchten Viehausstellungen, die national und �ber die Landesgrenzen hinaus als Schaufenster der Milchvieh-Hochleistungszucht gelten, wurden in erster Linie fragw�rdige, dem Tierwohl kontr�r entgegenstehende Manipulationen widernat�rlich gestylter K�he mit riesigen, schmerzhaft �berf�llten Eutern und tropfdicht verklebten Zitzen pr�miert. Tiere hautnah erleben Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Zierv�gel k�nnen heute vielerorts an Schauen unter tierfreundlichen Haltungsbedingungen beobachtet und bestaunt werden. Dennoch trafen STS-Fachleute auch im zur�ckliegenden Jahr auf Tiere in kargen Ausstellungsk�figen, ohne Sichtschutz, Besch�ftigungs- und R�ckzugsm�glichkeiten und an Reptilienb�rsen auf Exoten in kleinen, unstrukturierten Beh�ltnissen zu Dutzenden nebeneinander aufgereiht. Wo Enge und Gedr�nge herrscht, wo Distanz fehlt und Tiere ��bergriffigen� Besuchern nicht ausweichen k�nnen, wo zu wenige Ruhezonen und R�ckzugsm�glichkeiten zur Verf�gung stehen, da werden Tiere an Ausstellungen und Messen weiterhin �berfordert. Mehr Information --------------------------------- STS-Report �Tier- und Viehausstellungen 2018� online unter archiv.tierschutz.com/tierausstellungen Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter www.flickr.com/photos/schweizertierschutz/albums F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. med.vet. Julika Fitzi-Rathgen, Schweizer Tierschutz STS Telefon 071 310 12 38 oder 079 332 02 54 ; julika.fitzi@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com