STS-Medienmitteilung: Abschiessen? Ausrotten? Basel, 16. September 2020 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS ABSCHIESSEN? AUSROTTEN? ================= (Lead) Kurz vor dem Urnengang vom 27. September bekr�ftigt der Schweizer Tierschutz STS sein Nein zum revidierten Jagdgesetz. In einer breit angelegten Kampagne wiederholt der Tierschutz-Dachverband seine Forderung nach einem Jagdgesetz, das Probleme nicht mit dem Gewehr l�sen will und das den Tier- und Artenschutz in der Schweiz st�rkt, anstatt ihn zu schw�chen. --------------------------------- (Text) �Es ist unlauter und absurd�, so STS-Pr�sident Heinz Lienhard, �dem Stimmb�rger vorzugaukeln, das neue Jagdgesetz st�rke den Tierschutz und bringe mehr Sicherheit f�r Mensch und Tier. Ein Gesetz, das den Schutz von Wildtieren herabsetzen und gleichzeitig tierqu�lerische Jagdmethoden wie die Baujagd weiterhin zulassen will, st�rkt mit Sicherheit nicht den Tierschutz.� Fuchsjagd bis in den Bau und Treibjagden in den Tod Wie wenig das als fortschrittlich gepriesene Gesetz den Forderungen nach einer tierschutzkonformen Jagd Rechnung tr�gt zeigt die Tatsache, dass kein landesweites Verbot der Baujagd, einem Tierkampf von Hund und Fuchs unter Erde, in die Vorlage aufgenommen wurde. Die Ausbildung der Baujagdhunde am lebenden Fuchs ist sogar vorgeschrieben. Ebenso soll die Anzahl Treibjagden pro Revier nicht eingeschr�nkt werden, obwohl dabei w�hrend jeder Jagdsaison Tausende angeschossener Tiere nach langem Leiden elendiglich sterben. Wildtiere im Fadenkreuz Die Landesregierung betont, das revidierte Gesetz biete eine pragmatische L�sung im Umgang mit dem wachsenden Wolfsbestand in der Schweiz. Es erm�gliche den Kantonen k�nftig, den Wolfsbestand vorausschauend zu regulieren. In der Realit�t heisst das: Einzelne Tiere und ganze Best�nde einer gesch�tzten Tierart k�nnen geschossen werden, bevor irgendwelcher Schaden nachgewiesen ist. Das ist ein Novum, denn bis anhin war f�r die Abschussbewilligung der Nachweis eines erheblichen Schadens notwendig. In Bezug auf den Wolf wird damit der Anreiz f�r einen effektiven Herdenschutz geschw�cht zugunsten der einfacheren Probleml�sung mit dem Gewehr. Von der erleichterten Bestandesregulierung betroffen w�ren neben dem Wolf auch Steinbock und H�ckerschwan. Weitere Tierarten k�nnte der Bundesrat in Eigenregie der �Abschussliste� hinzuf�gen. Kniefall vor Wolfsgegnern und Jagdlobby Was dem Stimmb�rger als zeitgem�sses Jagd- und Schutzgesetz pr�sentiert wird, ist ein Kniefall vor Wolfsgegnern und Jagdlobby. Das Versprechen von mehr Sicherheit f�r Mensch und Tier wird garniert mit Ammenm�rchen vom �b�sen Wolf�. Der von der Landesregierung beschworene Mittelweg zwischen Schutz und Jagd ist eher ein Weg zur�ck zur altert�mlichen Vorstellung, wonach der Mensch Herr �ber die Natur sei und m�glichst alles �Wilde�, was st�rt, was schadet oder schaden k�nnte, zu eliminieren ist. Mehr Information --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS: �Ausrotten? Am 27. September: Nein zum missratenen Jagdgesetz�: http://www.jagdgesetz.info Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter https://www.flickr.com/photos/schweizertierschutz/albums F�r R�ckfragen --------------------------------- Medienstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 079 357 32 04, media@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- http://archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com