STS-Medienmitteilung: Mehr Transparenz im Milchmarkt Basel, 15. Februar 2021 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS MEHR TRANSPARENZ IM MILCHMARKT ================= (Lead) Mit der neu ver�ffentlichten �Marktanalyse Milch und Milchprodukte� schafft der Schweizer Tierschutz STS Transparenz im Milchmarkt, zeigt auf, welche Preispolitik praktiziert wird und macht deutlich, dass heute Label- und Biobauern als Erzeuger von Tierwohlmehrleistungen nicht angemessen am Endverkaufspreis teilhaben. --------------------------------- (Text) Der Labelanteil im Laden bei Milchprodukten mit Tierwohlmehrwert wie Bio und IP-Suisse liegt erst bei 15%, w�hrend deutlich mehr Milchk�he in der Landwirtschaft tierfreundlich gehalten werden. Um diesen tiefen Labelanteil zu erh�hen m�ssen wesentlich mehr tierfreundlich produzierte Label-Milchprodukte ihren Weg zu den Konsumentinnen und Konsumenten finden und v.a. auch die Produzenten von Preiszuschl�gen f�r die Erzeugung dieser Mehrwerte profitieren k�nnen. Das heisst: Damit sich die Labelprodukte aus der Nische befreien k�nnen, m�ssen gute und faire Marktbedingungen vorhanden sein. Das ist derzeit nicht der Fall. Vielmehr tobt ein ruin�ser Preiskampf - zum Nachteil tierfreundlich erzeugter Produkte und letztlich zum Nachteil der Tiere. Schluss mit Dumpingpreisen Es muss Schluss sein mit dem Preiskampf bei konventionell erzeugten Milchprodukten, bei dem Konsumenten mit Preisen von 1 Franken pro kg Milch oder anderen Billigangeboten in die L�den gelockt werden. Darunter leiden letztlich die Tiere, weil �berhohe Preisdifferenzen zu den tierfreundlichen Label- und Bioprodukten entstehen. Der STS fordert den Detailhandel auf, diese Preisdifferenzen zu reduzieren, Label- und Bioprodukte preislich attraktiver zu positionieren und ein faires Preissystem zu praktizieren. Er schl�gt der Branche vor, die Ladenpreise mit maximalen Bandbreiten an den Produzentenpreisen auszurichten und die Label- und Bioproduzenten proportional an der Wertsch�pfung teilhaben zu lassen. Und auch der Staat ist gefordert. Er muss klare Signale f�r mehr Tierwohl aussenden und zudem lenkend in den Markt eingreifen: Die k�nstlich tiefen Preise bei Standardmilchprodukten sind nur m�glich, weil keine Kostenwahrheit besteht und das wiederum geht zu Lasten der Tiere und der Umwelt. Letztlich haben auch Konsumentinnen und Konsumenten Verantwortung zu �bernehmen, indem sie beim Einkauf tiergerecht erzeugte Produkte bevorzugen. Konsumenteninformation �Essen mit Herz�, das Onlinetool des Schweizer Tierschutz STS gibt Auskunft dar�ber, welches die empfohlenen Labels und Standards hinsichtlich Tierwohl sind und macht gleichzeitig die Tierschutzbem�hungen im Detailhandel vergleichbar. Neu sind diese umfassenden Informationen, erg�nzend zu Fleisch- und Eierlabeln, auch zu Milchprodukten bzw. Milchlabeln verf�gbar. Neben dem Kleinlabel f�r muttergebundene K�lberaufzucht CowPassion erreicht bei den Milchlabeln einzig KAGfreiland die Bestnote �Top� - dies dank t�glichem Auslauf f�r die Tiere und Weidehaltung im Sommer. Mehr Information --------------------------------- STS-Recherche �Marktanalyse Milch und Milchprodukte� online unter http://archiv.tierschutz.com/agrarpolitik/absatzoffensive �Essen mit Herz�, dasOnlinetool des Schweizer Tierschutz STS: http://www.essenmitherz.ch F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. Stefan Fl�ckiger, Gesch�ftsf�hrer Agrarpolitik Schweizer Tierschutz STS Telefon 079 621 29 84, stefan.flueckiger@tierschutz.com Cesare Sciarra, Gesch�ftsf�hrer Kompetenzzentrum Nutztiere Schweizer Tierschutz STS Telefon 062 296 09 71 / 076 326 02 66, cesare.sciarra@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- http://archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com