STS-Medienmitteilung: Unschlagbare Preise zulasten der Tiere Basel, 16. September 2021 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS UNSCHLAGBARE PREISE ZULASTEN DER TIERE ================= (Lead) Stagnierender Absatz von Label- und Bio-Fleisch auf der einen Seite, Preiskracher auf der anderen Seite: Aktionen und Sonderangebote �ffnen die Preisschere zwischen konventionellen und Tierwohl-Produkten weiter. Das geht zulasten der Tiere und eines nachhaltigen Konsums. Ein Verbot von Fleischwerbung �ber den Preis k�nnte Abhilfe schaffen. --------------------------------- (Text) Der Absatz von tierfreundlich erzeugten Produkten zeigt sich harzig in den letzten Jahren, beim Fleisch in einigen Segmenten sogar r�ckl�ufig. Um die Stagnation zu �berwinden und den Anteil von Label- und Biotieren in den Hauptkategorien Rindvieh, Schweine, L�mmer, Gefl�gel zu erh�hen, hat der Schweizer Tierschutz STS die Kampagne �Absatzoffensive Labelprodukte� lanciert. Verschiedene Studien best�tigen: Das Kernproblem liegt in unfairen Preisrelationen zwischen einerseits aggressiven Billigangeboten im Standardsegment und andererseits einer sich damit immer weiter �ffnenden Preisschere zu Bio- und Label-produkten. Sonderpreis-Aktionen versch�rften das Problem. Der Absatz von Label- und Bioprodukten ist also mit Herausforderungen konfrontiert, die der Markt nicht l�sen kann. Deshalb hat Nationalr�tin Martina Munz mit einem politischen Vorstoss* den Bundesrat angefragt, ob er bereit w�re mit anderen L�ndern gleichzuziehen und die Dumping-Fleischwerbung zu verbieten oder mindestens einzuschr�nken. Wie das Bundesamt f�r Landwirtschaft sagt, wird derzeit ein Werbeverbot f�r Billigfleisch gepr�ft. Damit soll die Entwicklung hin zu einer gesunden Ern�hrung und einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion gef�rdert werden. Deutschland hat angek�ndigt, Fleischwerbung �ber den Preis verbieten zu wollen. Der STS unterst�tzt politische Massnahmen in diese Richtung. Durch Fleisch-Schn�ppchenangebote nimmt die Tierwohlbewegung und auch das Image von tierfreundlich erzeugtem Fleisch erheblichen Schaden. Entstehende Preisverzerrungen werden auf dem Buckel der Tiere ausgetragen. Zur Wiederbelebung der Nachfrage nach Label- und Bioprodukten ist eine deutliche preisliche Besserstellung tierfreundlich erzeugter Produkte notwendig - also das genaue Gegenteil der aktuellen Entwicklung. * 21.7644, Fragestunde. Frage �Werbung f�r Dumping-Fleisch verbieten� https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20217644 Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial (Symbolbild) zum Download unter https://www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. Stefan Fl�ckiger, Gesch�ftsf�hrer Agrarpolitik Schweizer Tierschutz STS Telefon 079 621 29 84, stefan.flueckiger@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- https://archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com