STS-Medienmitteilung: Todesfalle Weidezaun Basel, 17. Juni 2021 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS TODESFALLE WEIDEZAUN ================= (Lead) Z�une sind notwendig zur Weidef�hrung, zum Herdenschutz oder zum Schutz von Anbaufl�chen. Falsche Anwendung, vernachl�ssigter Unterhalt oder fehlende Kontrollen lassen Weidez�une zu t�dlichen Fallen f�r j�hrlich Tausende Wildtiere werden. Eine im Jahr 2020 bei den Kantonen durchgef�hrte Umfrage des Schweizer Tierschutz STS best�tigt die traurige Bilanz und untermauert die Tierschutzrelevanz sicherer Weidez�une. --------------------------------- (Text) J�hrlich finden zwischen 3000 und 4500 Wildtiere in Z�unen einen qualvollen Tod. Die Anzahl verletzter Tiere d�rfte drei bis vier mal h�her liegen. Alleine der Kanton Bern registrierte 2018 105 in Z�unen verendete Rehe. Zu den h�ufigen Unfallopfern z�hlen, neben den Rehen, Rothirsche, G�msen, F�chse, Feldhasen, Marderartige, Wildschweine, H�ckerschw�ne und Rotmilane. Eindeutige Ergebnisse lieferte die Resultateauswertung zur Problematik von Zaunsystemen. �ber 70 % der verendeten Tiere starben qualvoll in Weidenetzen. Knotengitter und Litzenz�une waren weniger problematisch, aber immer noch f�r je 6,5 % der Todesf�lle verantwortlich. Verantwortungsbewusst handeln Die Forderungen des Schweizer Tierschutz STS sind klar: Z�une sind bei Weidef�hrung t�glich zu kontrollieren. Nicht mehr gebrauchte und nicht mehr unterhaltene Z�une sind umgehend zu entfernen. Wer Z�une setzt, ist f�r deren Funktion und Zustand verantwortlich. Verantwortungsbewusste Landwirte und Tierhalter nehmen R�cksicht beim Erstellen und beim Unterhalt von Z�unen, sowohl auf ihre Weidetiere als auch auf Wildtiere. Und verantwortungsbewusste Landwirte und Tierhalter informieren sich �ber die verschiedenen M�glichkeiten, �ber geeignete Zauntypen je nach Tierart und Situation und �ber die m�glichen Gefahren unterschiedlicher Zaunsysteme. Als umfassenden Wegweiser hat der STS sein Merkblatt �Sichere Z�une f�r Nutz- und Wildtiere� �berarbeitet und aktualisiert. Interpellation Auch der Bund stellt ein Merkblatt �Weidez�une - richtiger Umgang rettet Leben von Wildtieren� zur Verf�gung. Weitergehende Massnahmen fehlen. In einer im Mai dieses Jahres eingereichten Interpellation* m�chte Nationalr�tin Martina Munz (SP SH) vom Bundesrat wissen, welche zus�tzlichen Massnahmen ergriffen werden k�nnten, um Umf�lle bei Weidez�unen zu reduzieren und Tierleid zu verhindern und ob die Landesregierung bereit w�re, Anpassungen in relevanten Verordnungen (z.B. Tierschutzverordnung) vorzunehmen. Eine Antwort steht noch aus. * 21.3511, Interpellation: Weidez�une als t�dliche Falle https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20213511 Mehr Information --------------------------------- STS-Merkblatt �Sichere Z�une f�r Nutz- und Wildtiere� und Resultate Umfrage unter http://archiv.tierschutz.com/wildtiere/weidezaeune Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter https://www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. sc. nat. Samuel Furrer Leiter Fachbereich | Fachstelle Wildtiere Schweizer Tierschutz STS Telefon 076 345 14 48, samuel.furrer@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- http://archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com