STS-Medienmitteilung: M�hsaison: Nicht nur Rehkitze sind gef�hrdet Basel, 19. Mai 2021 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS M�HSAISON: NICHT NUR REHKITZE SIND GEF�HRDET ================= (Lead) Der Beginn der M�hsaison �berschneidet sich mit den Setz- und Brutzeiten zahlreicher wildlebender Tiere. Bodenbr�tende V�gel, Junghasen, Rehkitze, Kleins�uger sowie Abertausende Wild- und Honigbienen werden jedes Jahr Opfer der M�hwerke. Der Schweizer Tierschutz STS appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Landwirte - damit Wiesen nicht zum Wildtier-Friedhof werden. --------------------------------- (Text) Bei der Heuernte und der Gewinnung von Grassilage kommen durch landwirtschaftliche Maschinen in jedem Jahr unz�hlige Tiere zu Tode, darunter etwa 1'500 bis 2'000 Rehkitze. Das scharfe M�hwerk zerfetzt die Kitze und die jungen Feldhasen, die sich vor der heran nahenden Gefahr ducken und zerschmettert die Gelege am Boden br�tender Vogelarten wie Fasan oder Rebhuhn. Der vermehrte Einsatz gr�sserer und schnellerer M�hwerke versch�rft die Gefahr f�r das Jungwild. Absuchen von M�hwiesen ist ein Muss Eine effektive und erfolgreiche Jungwildrettung beginnt bereits vor der eigentlichen Mahd. Schon einfache �Vergr�mungsmethoden� (Aufh�ngen von T�chern, Baustellen-Warnblinker, an Pf�hlen befestigtes Absperrband) k�nnen Leben retten. Verantwortungsvolle Landwirte gehen zudem die Fl�che vor der Mahd ab, bzw. lassen ihre Wiesen nach Rehkitzen und anderen Tieren absuchen und sie m�hen von innen nach aussen, um den Wildtieren einen Fluchtweg zu lassen. Neben den bew�hrten Infrarot-Suchger�ten zur Jungwildrettung, kommen vermehrt Drohnen, ausger�stet mit W�rmebildkameras oder Infrarottechnik, zum Einsatz um, vorallem in grossen Feldern, Wildtiere zu lokalisieren. Im letzten Jahr konnte der Verein Rehkitzrettung dank dieser Methode �ber 1400 Rehkitze aufsp�ren. Zu einer erfolgreichen Jungwildrettung geh�rt auch das Wissen �ber den richtigen Umgang mit aufgefundenen Rehkitzen. Diese sollten niemals von blosser Hand ber�hrt, sondern mit Handschuhen oder unter Zuhilfenahme eines Grasb�schels in eine Kiste gelegt und so aus dem Gefahrenbereich verbracht werden. Alternativ kann das Kitz am Fundort mit einer Holzkiste abgedeckt werden. Die Stelle wird markiert und beim M�hen umfahren, so dass eine Grasinsel zur�ckbleibt. Nach der Mahd wird das Kitz zur Fundstelle zur�ckgebracht, wo es die Rehgeiss wiederfindet. Bienenschonend m�hen Beim Einsatz moderner M�hmaschinen mit integriertem Aufbereiter wird das geschnittene Gras - um die Trocknung zu beschleunigen - geknickt und gequetscht. Das f�hrt zu besonders vielen toten, verletzten und flugunf�higen Bienen im Schnittgut. Bis zu 24'000 Bienen pro Hektar werden get�tet. In Relation zu einer Staatengr�sse von rund 30'000 Tieren ist diese Zahl sehr hoch. Bienenverluste k�nnen vermieden werden, indem ausserhalb ihrer Flugzeit gem�ht wird - also abends, nachts oder am fr�hen Morgen - oder indem ein M�hwerk ohne integrierten Aufbereiter zum Einsatz kommt. Mehr Information --------------------------------- STS-Merkblatt �Rehkitze sch�tzen bei der Heuernte� zum Download unter http://archiv.tierschutz.com/publikationen/wildtiere Verein Rehkitzrettung Schweiz: https://www.rehkitzrettung.ch Bildmaterial --------------------------------- Bildmaterial zum Download unter https://www.flickr.com/photos/schweizertierschutz F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. sc. nat. Samuel Furrer Leiter Fachbereich | Fachstelle Wildtiere Schweizer Tierschutz STS Telefon 076 345 14 48, samuel.furrer@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- http://archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com