STS-Medienmitteilung: STS-Labelstatistik 2021: Alles Label oder was? Basel, 21. Mai 2021 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS STS-LABELSTATISTIK 2021: ALLES LABEL ODER WAS? ================= (Lead) �Corona-Pandemie verst�rkt den Trend zu nachhaltigem Konsum.� �Regionalit�t und Ethik: Corona bringt die Konsumenten zum Umdenken.� Wer denkt, das ver�nderte Konsumverhalten h�tte sich auch zugunsten der Tiere ausgewirkt, der irrt. Von den Trends wie bio, regional, fair und nachhaltig konnten Tierwohlprodukte und damit die Tiere insgesamt nicht profitieren. Das zeigt die Labelstatistik 2021 des Schweizer Tierschutz STS deutlich. --------------------------------- (Text) Die STS-Labelstatistik geht der Frage nach, wie sich die Absatzzahlen in den Labelm�rkten (inkl. Bio) entwickeln und vorallem wie sich diese auf die Anzahl Tiere auswirken, die tierfreundlich gehalten werden. Mit der Auswertung �Gesamtmarkt� wird mit dem neu vorliegenden Bericht eine �bersicht �ber die allgemeine Entwicklung der Labelm�rkte pr�sentiert. Bio-Produkte konnten in den meisten Segmenten �berdurchschnittlich zulegen, nicht aber im Segment Fleisch. Die Befreiung aus der Nische ist nicht absehbar. F�r den gesamten Labelmarkt Fleisch (inkl. Bio) verlief die Entwicklung der Absatzzahlen harzig bis r�ckl�ufig. Die Stagnation bei der tierfreundlichen Produktion ist nicht �berwunden. Bei den Rindern (inkl. K�he und K�lber) stagnierte der Labelanteil bei rund einem Drittel, bei den Schweinen ging er deutlich auf etwas �ber 31% zur�ck, bei den Mastpoulets lag er bei tiefen 8% und bei den L�mmern sank er auf 11%. Positiver, wenn auch auf tiefem Niveau, war die Entwicklung im Milchmarkt mit einem Labelanteil von knapp 15%. Sehr erfreulich dagegen entwickelte sich der Eiermarkt. Der Anteil von Legehennen in Freiland- und Biohaltungssystemen liegt bei 84,5%. 83 Millionen Tiere wurden im vergangenen Jahr in der Schweiz in den Hauptkategorien (Rindvieh, Schweine, L�mmer, Gefl�gel) geschlachtet. Davon waren lediglich 10 Millionen bzw. 12,2% Label- und Biotiere. Ausgehend von den Ergebnissen der Labelstatistik 2021 bekr�ftigt der Schweizer Tierschutz STS seine Forderung nach einer Priorisierung der Labelm�rkte. Die Marktakteure, Detailhandel und Gastronomie, haben den Absatz von Labelprodukten zu f�rdern und dabei die k�nstlich hohen Preisdifferenzen zwischen dem Standard- und Labelsegment zu reduzieren. Der Bund soll in Richtung einer nachhaltigen und tierwohlorientierten Nahrungsmittelproduktion lenkend eingreifen und Rahmenbedingungen schaffen, die das nachhaltige bzw. tierfreundliche Produkt besserstellen. Es braucht von allen Akteuren klare Signale f�r mehr Tierwohl. Mitverantwortlich f�r mehr Tierwohl in den St�llen sind auch Konsumentinnen und Konsumenten. Nicht mit Schn�ppchenjagd im grenznahen Ausland sondern mit dem Kauf tierfreundlich erzeugter Schweizer Produkte ist das gepriesene Umdenken hin zu Regionalit�t, Ethik und Nachhaltigkeit mehr als ein Lippenbekenntnis. Mehr Information --------------------------------- STS-Recherche �STS-Labelstatistik 2021� online unter http://archiv.tierschutz.com/agrarpolitik/absatzoffensive F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. Stefan Fl�ckiger, Gesch�ftsf�hrer Agrarpolitik Schweizer Tierschutz STS Telefon 079 621 29 84, stefan.flueckiger@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- http://archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com