Medienmitteilung: Kein Gegensatz zwischen �kologie und Tierwohl Basel, 21. Juni 2021 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS, Mutterkuh Schweiz und IP-Suisse KEIN GEGENSATZ ZWISCHEN �KOLOGIE UND TIERWOHL ================= (Lead) Untersuchungen der Hochschule f�r Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) zeigen, dass eine fl�chendeckende Umsetzung der Tierwohlprogramme BTS und RAUS zu einer nur geringen Zunahme bei den Ammoniakemissionen im Vergleich zur heutigen Situation f�hren w�rde. Kombiniert mit mehr Weidehaltung und emissionsmindernden Techniken f�r Stall und Laufhof l�sst sich ein wesentlicher Beitrag zu den Umweltzielen Landwirtschaft erreichen. --------------------------------- (Text) Ammoniakemissionen aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung k�nnen zu sch�dlichen Auswirkungen in �kosystemen f�hren. Die Emissionen entstehen aus den tierischen Ausscheidungen oder dem Hofd�nger (Mist und G�lle). Es ist ein politisches Ziel, diese Emissionen angemessen zu reduzieren. Wenn Tiere mehr Fl�che erhalten (Stallfl�che plus Auslauf), wie dies bei tierfreundlichen Haltungssystemen der Fall ist, nehmen die Emissionen in der Regel zu. Damit entsteht ein Zielkonflikt zwischen Reduktionsziel und Tierwohl. Die HAFL hat die Auswirkungen einer tierfreundlicheren Haltung auf die landwirtschaftlichen Ammoniakemissionen in Kombination mit emissionsmindernden Massnahmen untersucht. Insgesamt zeigt sich, dass eine fl�chendeckende Umsetzung der Tierwohlprogramme BTS und RAUS im Vergleich zur heutigen Situation zu einer nur geringen Erh�hung der Ammoniakemissionen f�hren w�rde. Es sind insbesondere die Laufst�lle f�r Milchk�he und der befestigte Auslauf f�r Schweine, die die Emissionen erh�hen. Umgekehrt reduziert der Weidegang die Ausbreitung von Ammoniak. Eine Vollweide-Szenario f�r Milchk�he k�nnte die Effekte der Tierwohlprogramme mehr als kompensieren. Deutlich st�rker w�ren die Reduktionen bei emissionsmindernden Techniken bei der Hofd�ngerlagerung und -ausbringung. Wenn diese in Kombination mit emissionsmindernden Massnahmen im Stall und auf dem Laufhof kombiniert w�rden, k�nnte der Ammoniakausstoss gem�ss Modellrechnung um rund 20% reduziert werden. Voraussetzung w�re eine fl�chendeckende Umsetzung von heute bekannten Techniken mit entsprechenden Kostenfolgen. Diese waren nicht Gegenstand der Untersuchung. Aus den Modellrechnungen lassen sich folgende Schlussfolgerungen ableiten: Bei Neu- oder Umbauten sind konsequent emissionsmindernde Massnahmen umzusetzen. Der Bund hat einem Anreizsystem f�r emissionsarme St�lle und Massnahmen bei der Lagerung und Ausbringung von Hofd�nger h�chste Priorit�t beizumessen. Tierfreundliche Haltungssysteme sind weiter auszubauen, da der Effekt beim Ammoniakausstoss gering ist. Tierwohl und Ammoniakemissionen d�rfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Mehr Information --------------------------------- Bericht zum Forschungsauftrag �Ammoniakemissionen und tierfreundliche Haltungssysteme� online unter http://archiv.tierschutz.com/agrarpolitik F�r R�ckfragen --------------------------------- - Dr. Stefan Fl�ckiger, Gesch�ftsf�hrer Agrarpolitik Schweizer Tierschutz STS Telefon 079 621 29 84, stefan.flueckiger@tierschutz.com - Urs Vogt, Gesch�ftsf�hrer Mutterkuh Schweiz Telefon 079 404 28 28, urs.vogt@mutterkuh.ch - Fritz Rothen, Gesch�ftsf�hrer IP-Suisse Telefon 079 444 72 62, rothen.fritz@ipsuisse.ch STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- http://archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com