STS-Medienmitteilung: Debatte �ber Tierversuche Basel, 23. M�rz 2021 Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS DEBATTE �BER TIERVERSUCHE ================= (Lead) Im Nationalrat blieb die Tierversuchsverbots-Initiative �Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot� chancenlos. Ebenfalls abgelehnt wurden beantragte Gegenvorschl�ge. Nun sind drei parlamentarische Vorst�sse* eingereicht worden, die Tierschutzanliegen und -forderungen aufnehmen und deren Zielrichtung der Schweizer Tierschutz STS vollumf�nglich unterst�tzt. --------------------------------- (Text) Die von den Nationalr�tinnen Martina Munz (SP/SH) bzw. Meret Schneider (Gr�ne/ZH) eingereichten Vorst�sse sprechen den Handlungsbedarf dreier wichtiger Kernthemen im Bereich Tierversuche an: Verbesserungen in der Versuchstierhaltung, Forschung und Anwendung neuer tierfreier Methoden, einheitliche Beurteilung schwerbelastender Tierversuche. Die Umsetzung der politischen Forderungen w�rde einerseits zu wesentlichen Verbesserungen im Wohlbefinden der Versuchstiere f�hren und andererseits die Qualit�t, Aussagekraft und Effizienz von Tierversuchen enorm verbessern. Zu viel Tierleid, zu wenig Erkenntnisgewinn Tierversuchen wird allgemein ein schlechtes Zeugnis hinsichtlich ihrer Qualit�t und Aussagekraft, wie auch ihrer Effizienz und �bertragbarkeit auf den Menschen attestiert. Immerhin wird mit den j�hrlich rund 630`000 Versuchstieren mehrheitlich an den Verbesserungen f�r die menschliche Gesundheit geforscht. Der Output ist seit Jahrzehnten aber marginal: nur ein kleiner Prozentsatz (global 9,6%) der Forschung mit Tieren und Tiermodellen m�ndet nach durchschnittlich 10 bis 15 Jahren in einen tats�chlichen Nutzen f�r die menschliche Gesundheit oder den Schutz des Lebens. Mit geeigneten Alternativen k�nnen und m�ssen belastende Tierversuche ersetzt und der Verbrauch von Versuchstieren auf ein Minimum reduziert werden. Der Schweizer Tierschutz STS verfolgt die Strategie f�r die Gesundheits- und Pharmaforschung des Menschen vom Tierversuch wegzukommen und schrittweise auf die breite F�rderung, Entwicklung und Implementierung der 3R (Replace, Reduce, Refine), insbesondere von Ersatzmethoden, umzusteuern. Radikalforderungen, wie sie die Tierversuchsverbots-Initiative stellt, sind schnell verworfen. Die eingereichten Vorst�sse aber zwingen die Politik dazu sich weiterhin mit der Problematik Tierversuche zu befassen und Wege zu finden, die mit modernen Technologien zu weniger Tierleid und mehr Fortschritt ohne Tierversuche f�hren. * Parlamentarische Vorst�sse: - 21.3363 Motion, Munz Martina: Gemeinsame Bewilligungsbeh�rde f�r eine einheitliche Beurteilung von Tierversuchen mit Schweregrad 3 - 21.3364 Interpellation, Munz Martina: Impfstoffentwicklung mit neuen Methoden ohne Tierversuche - 21.3405 Motion, Schneider Meret: Tierschutzkonforme Haltungsbedingungen f�r Labor- und Versuchstiere F�r R�ckfragen --------------------------------- Dr. med.vet. Julika Fitzi-Rathgen, Fachstelle Tierversuche Schweizer Tierschutz STS Telefon 071 310 12 38 / 079 332 02 54; julika.fitzi@tierschutz.com Medienstelle Schweizer Tierschutz STS Telefon 079 357 32 04; media@tierschutz.com STS-Medienmitteilungen online --------------------------------- http://archiv.tierschutz.com/media/news.html Absender --------------------------------- Schweizer Tierschutz STS Dornacherstrasse 101, Postfach 4018 Basel Telefon 061 365 99 99 archiv.tierschutz.com sts@tierschutz.com